27 March 2026, 02:11

Freiburgs erste autonome Wasserstofftankstelle startet in die Zukunft der Verkehrswende

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Freiburgs erste autonome Wasserstofftankstelle startet in die Zukunft der Verkehrswende

In Freiburg-Eichelbuck ist eine neue Wasserstofftankstelle eröffnet worden – ein wichtiger Schritt der Stadt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Verkehrswende. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit zwischen der badenova AG & Co. KG, der Stadt Freiburg und der ASF und sieht vor, auf dem ehemaligen Deponiegelände eine vollständig autonome Wasserstoffversorgung aufzubauen. Laut Angaben der Verantwortlichen soll die Tankstelle Freiburg dabei unterstützen, bis 2035 klimaneutral zu werden.

Die Anlage ist die erste ihrer Art in Freiburg und wird zunächst mit Wasserstoff beliefert, der von einem regionalen Gasunternehmen stammt. Ab dem Sommer könnte jedoch – abhängig von den Marktpreisen – grüner Wasserstoff eingesetzt werden. Eine langfristige Lösung ist bereits in Planung: Die ASF Solar GmbH, ein Joint Venture der ASF und badenovaWÄRMEPLUS, wird ab 2026 vor Ort einen Elektrolyseur sowie einen Solarpark errichten. Sobald dieser in Betrieb geht, soll der Elektrolyseur jährlich bis zu 140 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren – genug, um die gesamte Müllabfuhrflotte der Stadt zu betreiben.

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Zum Projekt gehört zudem ein neuer Solarpark mit einer Fläche von 2,4 Hektar am Osthang der Deponie, dessen Fertigstellung für 2025 vorgesehen ist. Mit einer Leistung von 2,6 Megawatt Peak (MWp) wird er einen Teil des benötigten Ökostroms für die Wasserstoffherstellung liefern. Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich auf rund 8 Millionen Euro, wobei bereits 4,25 Millionen Euro aus verschiedenen Fördermitteln gesichert sind.

Die neue Tankstelle ergänzt eine bestehende Anlage im Stadtteil Zähringen und sichert so die Wasserstoffversorgung für die kommunalen Fahrzeuge Freiburgs. Aktuell sind 22 Müllfahrzeuge mit Brennstoffzellen unterwegs, und die Infrastruktur soll bis Anfang 2026 vollständig betriebsbereit sein. Die Stadtführung sieht darin einen zentralen Baustein ihrer Strategie, klimaneutralen Verkehr mit einem lokalen Wasserstoffnetz für eine nachhaltige Abfallwirtschaft zu verbinden.

Die Tankstelle am Eichelbuck stärkt die Wasserstoffinfrastruktur Freiburgs und unterstützt das Ziel der Klimaneutralität bis 2035. Mit dem geplanten Elektrolyseur und Solarpark ab 2026 wird die Stadt künftig ihren eigenen grünen Wasserstoff vor Ort produzieren. Zudem ebnet das Projekt den Weg für eine schrittweise Ausweitung der Wasserstoffnutzung in der kommunalen Fahrzeugflotte in den kommenden Jahren.

Quelle