12 January 2026, 17:38

Freiburgs neuer Energieknoten nutzt Abwärme für klimaneutrale Fernwärme bis 2035

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto von Freiburg, Deutschland, das verschiedene Gebäude, Bäume und Menschen zeigt, mit dem Namen der Stadt unten geschrieben.

Freiburgs neuer Energieknoten nutzt Abwärme für klimaneutrale Fernwärme bis 2035

Im Industriegebiet Nord von Freiburg entsteht ein bedeutender Energieknotenpunkt. Die Anlage wird industrielle Abwärme von sc freiburg auffangen und in das städtische Fernwärmenetz einspeisen. Ab Ende 2025 soll sie jährlich bis zu 60 Gigawattstunden klimafreundliche Wärme liefern.

Kern des Projekts ist die Nutzung von Abwärme aus den chemischen Produktionsprozessen des Unternehmens Cerdia. Zwei Großwärmepumpen mit je 15 Megawatt Leistung wurden installiert, ergänzt durch sechs Wärmespeicher. Jeder der Speichertanks fasst 200 Kubikmeter erwärmtes Wasser.

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Ab Anfang 2026 wird auch die Energie Freiburg GmbH Überschusswärme aus ihren Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen beisteuern. Gemeinsam sollen diese Quellen sicherstellen, dass mindestens 85 Prozent der Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien oder Abwärme stammen. Das System wird mehrere Stadtteile versorgen, darunter Landwasser, Lehen und Betzenhausen, sowie das neue Quartier Dietenbach.

Das Vorhaben ist ein zentraler Baustein von Freiburgs Plan, bis 2035 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen. Durch die Wiederverwertung industrieller Abwärme können jährlich rund 23.600 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden.

Der Energieknotenpunkt stärkt das nachhaltige Wärmenetz der Stadt und verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Sobald er vollständig angeschlossen ist, wird er Tausenden Haushalten und Unternehmen in Freiburg eine stetige, kohlenstoffarme Wärmequelle bieten.