14 April 2026, 06:13

Friedland verzeichnet historischen Tiefstand bei Spätaussiedler-Ankünften 2025

Alte deutsche Postkarte mit einer Marke, versendet von Deutschland nach Deutschland, mit der Aufschrift "Konzert-Luger-Konferenz-Kommunikation" und der Nummer "174097", in sehr gutem (VF) Zustand.

Friedland verzeichnet historischen Tiefstand bei Spätaussiedler-Ankünften 2025

Friedland, Deutschlands zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für Spätaussiedler, verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang der Ankünfte. Im vergangenen Jahr wurden dort nur noch 4.238 Menschen registriert – der niedrigste Stand seit über einem Jahrzehnt. Die Einrichtung bleibt jedoch die erste Anlaufstelle für alle, die in Deutschland Anerkennung und Unterstützung bei der Integration suchen.

Im Jahr 2025 meldete Friedland 1.079 Personen aus Kasachstan, was den anhaltenden Rückgang der Zuwanderung aus diesem Land bestätigt. In den letzten 15 Jahren ist die Zahl der kasachischen Spätaussiedler kontinuierlich gesunken und liegt mittlerweile nur noch bei wenigen Tausend pro Jahr. Dieser Trend spiegelt größere Verschiebungen in den Migrationsbewegungen wider.

Zu den weiteren Nationalitäten, die 2025 erfasst wurden, zählten 2.562 Menschen aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan. Diese Zahlen sind Teil der insgesamt 6.209 Anträge auf Anerkennung als Spätaussiedler, die im vergangenen Jahr geprüft wurden. Davon wurden jedoch nur 3.700 bewilligt – ein historischer Tiefstand der letzten zehn Jahre.

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Friedland bleibt weiterhin der zentrale Knotenpunkt für Registrierung und Integration. Neuankömmlinge erhalten dort erste Hilfestellungen, bevor sie in ihre zugewiesenen Gemeinden in ganz Deutschland weiterreisen.

Der Rückgang bei Ankünften und Genehmigungen deutet auf veränderte Migrationsdynamiken unter Spätaussiedlern hin. Die Rolle Friedlands als primäre Eintrittspforte für anerkannte Statusinhaber bleibt davon jedoch unberührt. Die Integrationsprogramme der Einrichtung bereiten die Neuankömmlinge weiterhin auf ihr Leben in Deutschland vor.

Quelle