Fußball und Krimis dominieren die Quoten – Stefan Raab auf Rekordtief
Sandro GuteFußball und Krimis dominieren die Quoten – Stefan Raab auf Rekordtief
Am 29. Oktober 2023 zogen es deutsche Fernsehzuschauer vor allem zu Fußballübertragungen und Krimiserien, während Unterhaltungssendungen kaum Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten. Die Live-Übertragung des DFB-Pokal-Spiels zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München im Ersten dominierte die Quoten mit über 5,4 Millionen Zuschauern. Etablierte Namen wie Stefan Raab und Chris Tall mussten sich dagegen mit deutlich geringeren Zuschauerzahlen begnügen.
Die ARD-Übertragung des Fußballspiels erreichte einen beeindruckenden Marktanteil von 24,6 Prozent. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen stieg der Wert sogar auf 30,1 Prozent. Die Partien überstrahlte an diesem Abend alle anderen Primetime-Angebote.
Auch das ZDF-Krimiformat Marie Brand und der überwundene Tod schnitt mit 4,57 Millionen Zuschauern stark ab. Die anhaltende Beliebtheit der Reihe stand im Kontrast zu den schwächeren Werten der Unterhaltungssendungen.
Stefan Raabs neueste Show Die Stefan Raab Show wurde auf RTL ausgestrahlt, verzeichnete jedoch mit nur 560.000 Zuschauern einen neuen Tiefstand. Trotz Gast Jimi Blue Ochsenknecht konnte die Sendung die Quoten nicht steigern. Noch vor fünf Jahren lagen Raabs Formate regelmäßig zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Zuschauern, doch die Zahlen sinken seit einiger Zeit kontinuierlich.
Noch schlechter lief es für Chris Talls "Mach mich berühmt"-Show auf ProSieben, die insgesamt lediglich 290.000 Zuschauer anzog. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam die Sendung auf einen Marktanteil von 3,0 Prozent – das entspricht gerade einmal 130.000 Zuschauern. Die schwache Resonanz unterstreicht die Herausforderungen, vor denen neue Unterhaltungsformate in einem gesättigten Markt stehen.
Die Quoten vom 29. Oktober bestätigten Fußball und Krimiserien als klare Gewinner des Abends. Während die ARD-Übertragung des DFB-Pokals und der ZDF-Krimi Marie Brand Millionen vor die Bildschirme lockten, hatten es Unterhaltungssendungen wie die von Raab und Tall schwer, mitzuhalten. Die Zahlen spiegeln einen Wandel im Zuschauerverhalten wider: Klassische Unterhaltungsformate verlieren an Boden, während Sport und etablierte Serienformate an Bedeutung gewinnen.
