02 January 2026, 20:19

G9-Rückkehr in Baden-Württemberg: Bürgerinitiative scheitert mit Forderung nach flächendeckendem Angebot

Eine belebte Straßenszene mit vielen Menschen, darunter Schülerinnen in Uniformen mit Jacken, einige halten ein Schild, andere fahren Fahrräder mit Helmen, sowie Gebäude, Bäume und ein Tor im Hintergrund.

Neue Initiative für G9 für alle Klassen gescheitert - G9-Rückkehr in Baden-Württemberg: Bürgerinitiative scheitert mit Forderung nach flächendeckendem Angebot

Bürgerinitiative in Baden-Württemberg scheitert mit Forderung nach flächendeckender Rückkehr zum neunjährigen Abitur (G9)

Eine Bürgerinitiative in Baden-Württemberg ist mit ihrem Vorhaben gescheitert, das neunjährige Abitur (G9) für alle Gymnasiasten wieder einzuführen. Für eine erzwungene Debatte im Landtag wären 40.000 Unterschriften nötig gewesen – doch die Kampagne brachte es nur auf rund 27.000. Die Organisatoren gaben nun ihre Niederlage zu und bezeichneten das Ergebnis als enttäuschend.

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Ziel der Initiative war es, älteren Schülerinnen und Schülern die Wahl zwischen dem aktuellen achtjährigen Turbo-Abitur (G8) und dem längeren neunjährigen Bildungsgang zu ermöglichen. Die Landesregierung hat jedoch bereits angekündigt, G9 schrittweise einzuführen – zunächst nur für Fünft- und Sechstklässler. Ältere Jahrgänge bleiben vorerst ohne diese Option.

Zuvor hatte die Initiative versucht, einen Antrag für ein Volksbegehren einzureichen. Doch das Innenministerium lehnte ihn ab, was die Rückschläge weiter verstärkte. Widerstand kam zudem von den Verbänden der Gymnasiallehrkräfte sowie vom Landeselternbeirat.

Trotz des Scheiterns kündigten die Initiatoren an, weiterzukämpfen. Sie betonen, ihre Bewegung werde auch künftig eine wichtige Stimme bei der Gestaltung der Bildungspolitik bleiben.

Durch das gescheiterte Vorhaben steht das neunjährige Abitur nicht sofort allen Schülerinnen und Schülern offen. Die schrittweise Einführung der Landesregierung beginnt mit den jüngeren Jahrgängen, während ältere vorerst im G8-System verbleiben. Die Aktivisten wollen sich weiterhin für einen breiteren Zugang zum verlängerten Bildungsweg einsetzen.