Gil Ofarim zahlt 70.000 Euro – doch der Davidstern-Skandal bleibt unkommentiert
Gretel BirnbaumDas ist, was Gil Ofarims Anwälte ihm vor dem Dschungelcamp rieten - Gil Ofarim zahlt 70.000 Euro – doch der Davidstern-Skandal bleibt unkommentiert
Der Rechtsstreit von Gil Ofarim um den Davidstern-Skandal von 2021 ist mit hohen Kosten von rund 70.000 Euro zu Ende gegangen. Der Sänger wurde verurteilt, dem betroffenen Hotelmitarbeiter 20.000 Euro Schadensersatz zu zahlen – hinzu kamen Strafen und Anwaltskosten, die die Gesamtsumme weiter in die Höhe trieben. Aktuell nimmt er an 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' teil, schweigt sich über den Fall jedoch weiterhin aus, obwohl die finanziellen Folgen noch nachwirken.
Der Streit hatte begonnen, als Ofarim vorgeworfen wurde, gegenüber einem Hotelangestellten in Leipzig eine antisemitische Äußerung getätigt zu haben. Nach einem langen juristischen Verfahren entschied ein Gericht, dass er 20.000 Euro für die verursachten seelischen Leiden zahlen müsse. Durch zusätzliche Bußgelder und Anwaltsgebühren stieg die Gesamtbelastung schließlich auf etwa 70.000 Euro an.
Alexander Stevens, einer der Anwälte Ofarims, bestätigte, dass eine Vertraulichkeitsvereinbarung sowie eine Unterlassungserklärung Teil des Vergleichs gewesen seien. Das Jurateam hatte dem Sänger geraten, sich öffentlich nicht zum Fall zu äußern – eine Strategie, an der er sich bis heute hält.
Derzeit kämpft Ofarim in der Reality-Show 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' um den Sieg, hat sich dort aber geweigert, den Skandal zu thematisieren. Sollte er die Sendung gewinnen, würde das Preisgeld in Höhe von 70.000 Euro seine Verluste aus dem Rechtsstreit ausgleichen.
Mit der Zahlung von 20.000 Euro direkt an den betroffenen Mitarbeiter und weiteren Kosten für das Verfahren endet für Ofarim ein teures Kapitel. Sein Schweigen zum Vorfall hält indes an – während ihm der Auftritt in der Show zumindest die Chance bietet, die finanziellen Einbußen wettzumachen.
