03 March 2026, 15:34

Gottesdienst in Koblenz verbindet Kunst, Philosophie und lebendige Musik

Ein Altar in einer Kirche mit Skulpturen von Menschen und Kerzen auf Ständern, mit einem Gemälde an der Wand dahinter, das eine feierliche Atmosphäre schafft.

Gottesdienst in Koblenz verbindet Kunst, Philosophie und lebendige Musik

Ein ungewöhnlicher Gottesdienst in Koblenz vereint Kunst, Musik und Philosophie

In Koblenz fand ein besonderer kirchlicher Gottesdienst statt, der Kunst, Musik und Philosophie in einer seltenen Zusammenarbeit zusammenführte. Lokale Kulturschaffende und religiöse Würdenträger gestalteten gemeinsam eine Veranstaltung, die schöpferischen Ausdruck mit besinnlicher Reflexion verband. Das Programm umfasste Reden, Live-Musik sowie eine Ausstellung, die sich mit der menschlichen Existenz und den Herausforderungen der Moderne auseinandersetzte.

Die Feierlichkeit wurde in der Herz-Jesu-Kirche abgehalten, wo Superintendent Rolf Stahl von der Evangelischen Kirche und Dekan Thomas Darscheid von der Katholischen Kirche durch das Programm führten. Organist Joachim Aßmann begleitete den Gottesdienst musikalisch.

Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz hielt den Hauptvortrag. Er analysierte das Wortspiel ersöchpferisch – eine Kombination aus erschaffen (schöpfen) und erschöpfen – und dessen Bedeutung in einem Zeitalter der Selbstoptimierung. Liebert bezog sich dabei auch auf Sigmund Freuds Idee des "prothetischen Gottes" und verband sie mit zeitgenössischer Technologie und politischen Umbrüchen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Inneren der Kirche war die Installation Mensch der Künstlerin Barbara Gröbl zu sehen. Das Werk thematisierte die Widersprüche des menschlichen Daseins und fügte den diskutierten Inhalten eine visuelle Dimension hinzu. Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Besucher das Künstlerhaus Metternich besuchen, wo eine Ausstellung des Bundes Bildender Künstler Mittelrhein (BBK) eröffnet wurde. Die Schau bleibt bis Sonntag, den 15. März 2026, zugänglich.

Stand Februar 2026 hat es in der Region Koblenz seitdem keine weiteren öffentlichen Ausstellungen oder Veranstaltungen gegeben, die sich mit dem Begriff ersöchpferisch auseinandersetzten.

Der Gottesdienst markierte eine seltene Schnittstelle von Glaube, Wissenschaft und Kunst in Koblenz. Gröbls Installation und die BBK-Ausstellung erweiterten die Debatte über die Kirchenmauern hinaus. Die Veranstaltung zeigte, wie Kreativität und Reflexion Antworten auf die Belastungen des modernen Lebens geben können.