Heidelberger Druckmaschinen: Aktienkurs steigt trotz sinkender Umsätze und Gewinne
Gretel BirnbaumHeidelberger Druckmaschinen: Aktienkurs steigt trotz sinkender Umsätze und Gewinne
Heidelberger Druckmaschinen, einst ein führender Name im Druckmaschinenbau, hat in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Wandel erlebt. Eine neue Partnerschaft mit dem Rüstungskonzern Vincorion ließ den Aktienkurs Mitte 2025 zwar in die Höhe schnellen, doch Gewinne und Umsätze sinken weiterhin.
Im Juli 2025 gab das Unternehmen die Zusammenarbeit mit Vincorion bekannt. Die Nachricht vom Deal löste einen steilen Anstieg des Aktienkurses aus – von 1,59 Euro auf 2,80 Euro, ein Plus von über 75 Prozent. Doch bald realisierten Anleger Gewinne, sodass der Kurs unter die Marke von 2 Euro fiel, bevor er sich bis Ende September bei etwa 2,30 Euro stabilisierte.
Trotz des Kursfeuerwerks bleiben die finanziellen Probleme bestehen. Der Umsatz sank von 2,43 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 22/23 auf 2,28 Milliarden Euro in 24/25. Noch deutlicher brach der Gewinn ein: von 91 Millionen Euro auf gerade einmal 5 Millionen Euro im gleichen Zeitraum.
Die Rüstungspartnerschaft hat bisher noch keine Erträge eingebracht, sodass ihre langfristigen Auswirkungen unklar bleiben. Gleichzeitig ist der Aktienkurs seit Mitte September um 20 Prozent gestiegen und hat sich damit von früheren Verlusten erholt.
Nach anfänglichen Turbulenzen hat sich die Heidelberger-Druck-Aktie leicht erholt, doch das Kerngeschäft schrumpft weiter. Die Kooperation mit Vincorion birgt Potenzial, doch finanzielle Effekte sind noch nicht erkennbar. Die Anleger werden genau beobachten, wie das Unternehmen diese Umbruchsphase meistert.






