Heidenheims emotionaler 2:0-Sieg gegen St. Pauli gibt Hoffnung im Abstiegskampf
Gretel BirnbaumHeidenheims emotionaler 2:0-Sieg gegen St. Pauli gibt Hoffnung im Abstiegskampf
Heidenheim sichert wichtigen 2:0-Sieg gegen St. Pauli und hält sich in der Bundesliga
Mit einem entscheidenden 2:0 (0:0) gegen den FC St. Pauli am Samstag bewahrte der 1. FC Heidenheim seine letzten, wenn auch geringen Chancen auf den Klassenerhalt in der Bundesliga. Der Sieg hatte für Mittelfeldspieler Eren Dinkçi eine besonders persönliche Bedeutung: Er widmete sein Tor seiner Freundin Cinja, die derzeit gegen Leukämie kämpft.
Dinkçis Treffer in der zweiten Halbzeit war der entscheidende Moment für Heidenheims ersten Ligasieg seit Februar. Nach dem Tor deutete er zum Himmel – später erklärte er, das Tor gelte Cinja, die möglicherweise eine Stammzelltransplantation benötigt. Das Paar betont jedoch, dass ihr Engagement über die eigene Situation hinausgeht.
Bereits in der Vorwoche hatte der Verein gemeinsam mit der DKMS, einer Organisation zur Bekämpfung von Blutkrebs, bei einem Auswärtsspiel in Freiburg eine Typisierungsaktion für potenzielle Stammzellspender organisiert. 688 Fans ließen sich als mögliche Spender registrieren. Dinkçi und Cinja unterstreichen, dass es bei der Kampagne nicht nur um ihren Fall geht, sondern um alle Patient:innen, die auf Hilfe angewiesen sind.
Heidenheims Trainer Frank Schmidt lobte Dinkçis Leistung auf dem Platz sowie sein Engagement für die Aufklärung über Blutkrebs. Der Sieg brachte die Mannschaft vorübergehend vom letzten Tabellenplatz weg, doch mit nur noch drei Spielen bleibt der Verein in der Abstiegszone.
Der 2:0-Erfolg verschafft Heidenheim eine kurze Verschnaufpause im Abstiegskampf. Gleichzeitig hat die DKMS-Initiative bereits Hunderte neue potenzielle Spender in die Datei aufgenommen. Dinkçis Tor und sein Einsatz haben nicht nur die sportliche Situation seines Teams in den Fokus gerückt, sondern auch die wichtige Thematik der Blutkrebsbehandlung.






