Hermann-Hesse-Bahn: Verzögerung und Millionenkosten durch Fledermausschutz
Sandro GuteHermann-Hesse-Bahn: Verzögerung und Millionenkosten durch Fledermausschutz
Die Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn im Landkreis Calw verzögert sich und verursacht höhere Kosten als ursprünglich veranschlagt. Die neue Inbetriebnahme ist nun für Januar 2026 geplant – später als zunächst vorgesehen. Einer der Hauptgründe für die Mehrkosten sind strenge Naturschutzauflagen, insbesondere zum Schutz der heimischen Fledermauspopulationen.
Die rund 20 Kilometer lange Bahnstrecke wird insgesamt etwa 207 Millionen Euro kosten, um sie wieder in Betrieb zu nehmen. Ein beträchtlicher Teil des Budgets – etwa 2 bis 3 Millionen Euro – floss in den Fledermausschutz. Dazu gehörten Lebensraumuntersuchungen, spezielle Beleuchtung, um die Tiere nicht zu stören, sowie die Schaffung neuer Ausgleichsflächen. Zudem mussten die Bauarbeiten zeitliche Einschränkungen einhalten, um die Arten zu schützen – wie es das deutsche Naturschutzrecht vorschreibt.
Die Strecke zwischen Calw und Weil der Stadt ist fast fertiggestellt und soll bis Anfang Dezember abgeschlossen sein. Allerdings wird die gesamte Verbindung nicht auf einmal eröffnet. Zunächst verkehren die Züge nur zwischen Calw und Weil der Stadt. Die Verlängerung bis Renningen folgt dann im Juni, sobald weitere Vorbereitungen abgeschlossen sind.
Die Gesamtkosten des Projekts stiegen aufgrund der gesetzlichen Auflagen zum Artenschutz. Obwohl die vollständige Wiederinbetriebnahme noch Monate auf sich warten lässt, startet die erste Phase im Januar. Die Behörden bestätigten, dass alle Schutzmaßnahmen notwendig waren, um die nationalen Vorschriften einzuhalten.






