Hessen investiert 130 Millionen Euro in historischen Sport-Sonderfonds bis 2038
Oswin BolanderHessen investiert 130 Millionen Euro in historischen Sport-Sonderfonds bis 2038
Hessen startet eine große Offensive, um seine Position im deutschen Spitzensport und Nachwuchssport zu stärken. Die Landesregierung hat ein Rekordinvestitionsprogramm angekündigt, das einen neuen Sonderfonds Sport sowie eine deutliche Haushaltsaufstockung für 2026 umfasst. Beamte bezeichnen den Schritt als historisches Bekenntnis zur Sportförderung in der gesamten Region.
Kernstück des Plans ist der Sonderfonds Sport, der in den nächsten zwölf Jahren 130 Millionen Euro in die hessische Sportinfrastruktur fließen lässt. Mit dem Fonds sollen Sportstätten modernisiert und sowohl der Breiten- als auch der Leistungssport nachhaltig gestärkt werden.
Gleichzeitig steigt der Sportetat des Landes für 2026 um 12,7 Prozent auf 35,6 Millionen Euro. Darin enthalten ist eine 50-prozentige Erhöhung der jährlichen Förderung für Leistungssportvereine, deren Unterstützung damit auf 300.000 Euro pro Jahr anwächst.
Auch die Mittel für vereinseigene Sportanlagen wurden deutlich aufgestockt: Der maximale Förderbetrag wurde verfünffacht und liegt nun bei 1 Million Euro, während die Förderquote auf 35 Prozent steigt. Zudem hat sich die Zahl der förderfähigen Projekte verschnfacht – ebenfalls auf das Fünffache.
Ein zentraler Baustein der Strategie ist das Hessische Elite-Nachwuchsprogramm, bekannt als der „Hessische Weg“. Die Initiative wird weiterentwickelt, um Hessens Führungsrolle in Nachwuchs- und Spitzensport in Deutschland zu sichern. Ein weiteres Großprojekt ist der Campus Sportdeutschland, der im Frankfurter Stadtwald entstehen soll. Als hochmodernes Trainingszentrum konzipiert, soll er die Zukunft des deutschen Spitzensports absichern und Hessens Ruf als eine der führenden Sportregionen festigen.
Das Investitionspaket stellt die größte finanzielle Verpflichtung für den Sport in der Geschichte Hessens dar. Mit modernisierten Anlagen, höherer Vereinsförderung und neuen Elite-Trainingszentren will das Land nachhaltige Verbesserungen für Athletinnen, Athleten und die gesamte Sportgemeinschaft schaffen. Die Maßnahmen treten ab 2026 in Kraft.






