23 April 2026, 20:12

Hitlers Paradewagen bleibt unverkauft – trotz Millionengebot bei US-Auktion

Vintage-Mercedes-Benz-Plakat aus den 1920er Jahren mit einem klassischen Auto vor einem modernen Gl├Ąserbau, mit zwei Personen im Auto und 'Mercedes-Benz'-Text unten.

Hitlers Paradewagen bleibt unverkauft – trotz Millionengebot bei US-Auktion

Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst von Adolf Hitler für Paraden genutzt wurde, kam in den USA unter den Hammer. Das historische Fahrzeug, bekannt als der "Große Mercedes", stieß auf großes Interesse, blieb jedoch unverkauft, nachdem das höchste Gebot hinter den Erwartungen zurückblieb. Der Wagen, der nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten beschlagnahmt worden war, blickt auf eine umstrittene Vergangenheit zurück, die mit mehreren Weltpolitikern verbunden ist.

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Der Mercedes-Benz 770 (W 150) aus dem Jahr 1939 gehört zu nur 88 jemals gebauten Exemplaren. Angetrieben von einem 7,7-Liter-Reihenkraftwerk mit acht Zylindern leistete er 230 PS – eine beeindruckende Zahl für damalige Verhältnisse. Neu kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), während die Siebensitzer-Variante auf 47.500 Reichsmark (inflationsbereinigt rund 196.000 Euro) kam.

Hitler nutzte genau dieses Fahrzeug zwischen 1939 und 1943 für Paraden, darunter den Berliner Siegesszug von 1940. Der Wagen wurde nach seinen Vorgaben umgebaut und verfügte über eine verstärkte Windschutzscheibe sowie gepanzerte Seitenteile. Neben Hitler beförderten ihn auch der japanische Kaiser Hirohito, Norwegens König, der portugiesische Ministerpräsident, der spanische Diktator Francisco Franco und der damalige Papst.

Nach Kriegsende konfiszierten die Alliierten das Auto und brachten es in die USA. Bei der Versteigerung stieg das höchste Gebot auf sieben Millionen Dollar, doch der Verkäufer lehnte es ab. Experten hatten den Wert des Fahrzeugs aufgrund seiner Seltenheit und historischen Bedeutung auf sieben bis neun Millionen Dollar geschätzt.

Die Auktion endete ohne Verkauf, sodass die Zukunft des Wagens ungewiss bleibt. Das abgelehnte Gebot von sieben Millionen Dollar entsprach zwar den Schätzungen, doch der Verkäufer hielt an einer höheren Summe fest. Als eines der wenigen erhaltenen Exemplare des Mercedes-Benz 770 bleibt das Fahrzeug ein seltenes Zeugnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Quelle