Horst Schlämmer kehrt zurück – Hape Kerkelings neue Reise durch Deutschlands Abgründe
Gretel BirnbaumHorst Schlämmer kehrt zurück – Hape Kerkelings neue Reise durch Deutschlands Abgründe
Hape Kerkeling bringt seine beliebte Comedy-Figur Horst Schlämmer in einem neuen Film zurück. In Horst Schlämmer sucht das Glück begibt sich der fiktive Journalist auf eine Reise durch Deutschland, um dem Glück auf die Spur zu kommen. Hinter dem Humor verbirgt sich jedoch auch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Themen wie Demokratie und Minderheitenrechten in der heutigen Gesellschaft.
Im Mittelpunkt des Films steht Schlämmer, den Kerkeling als den archetypischen alten weißen Mann beschreibt. Als stellvertretender Chefredakteur des Grevenbroicher Tagblatts begibt sich die Figur auf eine chaotische Reise – per Anhalter, mit Krabbenkuttern und Schienenersatzbussen – von Süddeutschland bis nach Sylt. Unterwegs kämpft er mit steigenden Preisen und schlechter Stimmung, ohne dabei den scharfen, unzensierten Humor zu verlieren, für den Kerkelings Fans ihn lieben. Unter der Regie von Sven Unterwaldt spielen neben Kerkeling auch Tahnee Schaffarczyk und Meltem Kaptan mit. Der Kinostart ist für den 26. März 2026 geplant.
Kerkeling spricht offen über die tieferen Botschaften in seiner Arbeit. Er warnt davor, dass die Ignoranz gegenüber den Kämpfen von Minderheiten demokratische Werte gefährdet. Für ihn zeigt sich die Stärke einer Gesellschaft daran, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht. Zwar fühle er sich als schwuler Mann in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern relativ sicher, doch räumt er ein, dass viele Menschen weiterhin mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert sind.
Der Komiker betont, dass Humor und gesellschaftliche Kritik Hand in Hand gehen können. Schlämmers direkter, oft politisch unkorrekter Stil mag zum Lachen anregen, doch nutzt Kerkeling die Figur, um auf reale Probleme aufmerksam zu machen. Sein neues Projekt verbindet Comedy mit einem Appell für mehr Empathie in einer zunehmend gespaltenen Welt.
Horst Schlämmer sucht das Glück kommt im nächsten Jahr in die Kinos und verspricht sowohl Lacher als auch Denkanstöße. Kerkelings Wiederbelebung der Figur fällt in eine Zeit, in der Debatten über Demokratie und Minderheitenrechte dringlicher sind denn je. Die Mischung aus Humor und gesellschaftskritischem Kommentar wird mit Sicherheit noch lange nach dem Abspann für Gesprächsstoff sorgen.
