Hugo Boss kämpft mit Umsatzrückgang und plant Wachstum erst ab 2027
Hugo Boss meldet Rückgang bei Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2023
Der Modekonzern Hugo Boss verzeichnete im ersten Quartal 2023 einen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen. Die Erlöse sanken um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro, und für das laufende Jahr werden weitere Einbußen erwartet. Die Unternehmensführung hat nun einen langfristigen Plan vorgelegt, der eine Rückkehr zu Wachstum frühestens 2027 vorsieht.
In den ersten drei Monaten des Jahres blieben die Ergebnisse in den meisten Regionen hinter den Erwartungen zurück. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika gingen die Umsätze um 8 Prozent zurück. In den Amerikas folgte ein Minus von 5 Prozent auf 188 Millionen Euro. Nur die Region Asien-Pazifik verzeichnete ein leichtes Plus von 1 Prozent auf 123 Millionen Euro.
Besonders betroffen war die Marke Hugo: Hier brachen die Umsätze um 21 Prozent ein. Auch der operative Gewinn erlitt einen deutlichen Rückgang und sank um 42 Prozent auf 35 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Hugo Boss nun mit einem operativen Gewinn zwischen 300 und 350 Millionen Euro.
Um die Wende einzuleiten, setzt das Unternehmen auf eine neue Strategie mit dem Namen „Claim 5 Touchdown“. Ein zentraler Bestandteil ist die Neupositionierung der Damenmode, deren Launch für November 2023 geplant ist. Allerdings warnt das Unternehmen, dass die Umsätze voraussichtlich bis Ende 2023 im mittleren bis hohen einstelligen Bereich weiter zurückgehen werden.
Mit einem echten Wachstum rechnet Hugo Boss frühestens ab 2027. Die anstehende Damenkollektion markiert den ersten Schritt des Erholungsplans. Gleichzeitig bleiben Gewinne und Umsätze voraussichtlich bis Jahresende unter Druck.






