IG Metall fordert Job-to-Job-Netzwerk für Sachsen-Anhalts Arbeitsmarkt der Zukunft
Gretel BirnbaumIG Metall fordert Job-to-Job-Netzwerk für Sachsen-Anhalts Arbeitsmarkt der Zukunft
IG Metall drängt auf landesweites "Job-to-Job"-Netzwerk in Sachsen-Anhalt
Die Gewerkschaft will Beschäftigten den Übergang in neue Tätigkeitsfelder erleichtern, während sich die Industrie wandelt. Aktuell laufen Verhandlungen, um das Netzwerk als dauerhafte Lösung für die Arbeitsmarktherausforderungen der Region zu etablieren.
Sachsen-Anhalt steht vor tiefgreifenden Veränderungen durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und geopolitische Umbrüche. Zusammen mit dem demografischen Wandel verändern diese Faktoren die lokale Wirtschaft grundlegend. IG Metall argumentiert, dass ein gut organisiertes "Job-to-Job"-Netzwerk Entlassungen verhindern könnte, indem es Arbeitnehmern rechtzeitig neue Perspektiven eröffnet – noch bevor sie arbeitslos werden.
Der Landesbezirkleiter der Gewerkschaft, Thorsten Gröger, betonte, dass es wirtschaftlich unsinnig sei, qualifizierte Fachkräfte zu verlieren, um sie später wieder einstellen zu müssen. Stattdessen setzt der Plan darauf, Menschen durch direkten Wechsel in hochwertige Arbeitsplätze in Beschäftigung zu halten. Unternehmen sollten zunächst interne Lösungen nutzen, bevor sie auf das Netzwerk zurückgreifen.
Ein flächendeckendes System würde zudem Ungleichgewichte zwischen Krisenbranchen und wachsenden Sektoren mit Fachkräftebedarf ausgleichen. Durch frühzeitige Karriereplanung soll das Netzwerk regionale Lieferketten stabilisieren und die industrielle Basis stärken. Ziel ist ein sozial verantwortlicher Umgang mit dem Strukturwandel.
IG Metall wird nun die konkrete Ausgestaltung des dauerhaften Netzwerks verhandeln. Bei Erfolg könnte das System langfristige Sicherheit für Beschäftigte und Unternehmen in Sachsen-Anhalt bieten. Die Gewerkschaft ist überzeugt, dass dieses präventive Modell der Region hilft, sich an künftige wirtschaftliche Herausforderungen anzupassen.






