31 December 2025, 22:25

Jörg Wagner verlässt das *Medienmagazin* – RBB erzwingt seinen Ruhestand mit 66 Jahren

Eine Tagungsstätte mit Sitzenden, die einer Diskussion auf der Bühne gegenübersitzen, sowie einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Jörg Wagner verlässt das *Medienmagazin* – RBB erzwingt seinen Ruhestand mit 66 Jahren

Langjähriger Moderator Jörg Wagner verlässt das Medienmagazin nach erzwungenem Ruhestand durch den RBB

Mit 66 Jahren muss Jörg Wagner das Medienmagazin verlassen – der Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) setzte seinen Ruhestand durch. Seine letzte Sendung strahlte er von der Dachterrasse des RBB-Hauptsitzes in Berlin aus und markierte damit das Ende einer Ära. Bereits jetzt steht seine Nachfolgerin fest: Ab Januar 2026 übernimmt Teresa Sickert die Moderation.

Wagners Karriere begann beim DDR-Jugendradio DT64, bevor er zu einer festen Größe bei radioeins wurde. Sein Abschied fällt in eine Phase der Sparmaßnahmen beim RBB, die unter anderem eine Reduzierung der Medienmagazin-Folgen und den Wechsel zu einem vorproduzierten Format umfassen. Die Umstellung soll der neuen Moderatorin mehr familienfreundliche Arbeitszeiten ermöglichen – doch wer Wagners weitere Aufgaben übernehmen wird, bleibt vorerst unklar.

Unter der Intendanz von Ulrike Demmer muss Wagners einst zum Medienmagazin gehörender Podcast nun eine redaktionelle Freigabe durchlaufen. Kritiker werfen dem Sender vor, den Übergang intransparenter und ohne die nötige Eigenständigkeit zu gestalten. Gleichzeitig trennt sich der RBB von erfahrenen Mitarbeitenden, während laut Berichten gleichzeitig Markenberater für die zukünftige Ausrichtung in Betracht gezogen werden.

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Wagners nächstes Projekt ist der Podcast Medienhölle, den er gemeinsam mit Co-Moderator Philipp Nitzsche startet. Die erste Folge erscheint am selben Tag, an dem das Medienmagazin zum ersten Mal in seiner Geschichte nicht auf Sendung geht.

Mit Wagners Abgang entsteht eine Lücke im RBB-Programm: Weniger Livesendungen und strengere redaktionelle Kontrolle prägen die Zukunft. Die Fokussierung auf Kosteneinsparungen und Umstrukturierung deutet auf weitere Veränderungen hin. Sein neuer Podcast verspricht dagegen eine unabhängige Stimme – fernab der RBB-Aufsicht.