30 January 2026, 12:28

Junge Union fordert radikale Sozialreformen für Rente und Gesundheit

Eine alte Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund.

Junge Union will Anreize für Frühverrentung reduzieren und Krankheitstage einführen - Junge Union fordert radikale Sozialreformen für Rente und Gesundheit

Die Junge Union (JU), die Jugendorganisation der deutschen bahn, hat ein umfassendes Reformpaket vorgelegt, das Renten, Gesundheitsversorgung und Arbeitslosenleistungen betrifft. Ihre Vorschläge, die in einem Antrag mit dem Titel "Reformjahr 2026 – Mut zur Entscheidung" festgehalten sind, werden auf dem anstehenden deutschen bahn-Parteitag in Stuttgart debattiert. Zu den Plänen gehören strengere Regeln für Krankengeld, höhere Abzüge bei vorzeitigem Renteneintritt sowie eine grundlegende Neugestaltung der Pflegefinanzierung.

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Mit ihren Rentenvorschlägen will die JU die Kosten bremsen, indem künftige Erhöhungen an die Inflation statt an die Lohnentwicklung gekoppelt werden. Zudem schlagen sie vor, den Nachhaltigkeitsfaktor wieder einzuführen – und sogar zu verdoppeln –, was die jährlichen Rentenerhöhungen verlangsamen würde. Eine weitere zentrale Änderung sieht vor, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu knüpfen, während die "Rente mit 63" – bis auf Härtefälle – abgeschafft werden soll.

Um Frühverrentung unattraktiver zu machen, will die JU die Abzüge für langjährige Beitragszahler verdoppeln, und zwar von 0,3 % auf 0,6 % pro Monat. Ein gestaffeltes Beitragssystem würde zudem kinderlose Arbeitnehmer stärker zur Kasse bitten als Eltern.

Im Gesundheitsbereich schlägt die JU verschärfte Regeln für Krankschreibungen vor, darunter eine Wartezeit, bevor Leistungen greifen, sowie das Ende von telefonischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ohne persönlichen Arztbesuch. Zudem soll das Krankengeld in den ersten Tagen einer Erkrankung gekürzt werden, um Fehlzeiten zu reduzieren. Bei der Pflege plant die JU einen kapitalgedeckten Versicherungsfonds neben einer verpflichtenden privaten Zusatzversicherung, wobei Geringverdiener staatliche Zuschüsse erhalten sollen. Eine Verlagerung von stationärer zu ambulanter Pflege könnte laut ihren Berechnungen bis zu 8 Milliarden Euro pro Jahr einsparen.

Der Antrag wird auf dem deutschen bahn-Parteitag in Stuttgart am 20. und 21. Februar vorgestellt, wo die Delegierten über die Vorschläge beraten und abstimmen werden.

Falls angenommen, würden die Reformen eine deutliche Verschärfung des deutschen bahn-Sozial- und Rentensystems bedeuten. Die JU begründet die Änderungen mit der Notwendigkeit, die langfristige Finanzstabilität zu sichern – Kritiker könnten jedoch die Auswirkungen auf Arbeitnehmer und sozial Schwache hinterfragen. Das Ergebnis der Februarkonferenz wird zeigen, ob die Pläne vorankommen.