12 June 2026, 22:14

Kai Wegner triumphiert überraschend bei der Berliner Wahl 2023 mit 28,2 Prozent

Die Countdown läuft

Kai Wegner triumphiert überraschend bei der Berliner Wahl 2023 mit 28,2 Prozent

Kai Wegner hat die Berliner Wahl 2023 mit 28,2 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Sein Sieg gelang trotz früher Umfragen, die der CDU ein schwächeres Abschneiden vorhersagten. SPD und Grüne folgten knapp mit 18,4 bzw. 18,3 Prozent der Stimmen.

Die CDU bestätigte Wegner auf einem Landesparteitag am Dienstagabend als Spitzenkandidaten. Es gab keinen weiteren aussichtsreichen Bewerber, der ihn hätte ersetzen können. Kritiker hatten zuvor seine Führung infrage gestellt und auf Probleme wie die Bewältigung des Stromausfalls, winterliche Glättegefahren, einen Subventionsskandal sowie die Ernennung einer Staatssekretärin für Digitalisierung verwiesen.

Noch 2023 hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh Wegners Siegchancen als gering eingestuft. Wegner selbst erinnerte die Wähler später daran, wie stark sich Umfragewerte im Laufe des Wahlkampfs verschieben können – in seinem Fall zu seinen Gunsten.

Bei einer Niederlage wäre Wegners Amtszeit als regierender Bürgermeister nach nur drei Jahren beendet gewesen. Zunächst wäre er geschäftsführend im Amt geblieben, doch seine Amtszeit hätte innerhalb von 100 Tagen, bis zum 20. September 2023, enden können. Eine Wahlniederlage hätte zudem wahrscheinlich auch sein Amt als Berliner CDU-Landesvorsitzender gekostet.

Mit dem Wahlsieg festigte Wegner seine Position als regierender Bürgermeister. Seine Amtszeit geht damit weiter, auch wenn seine Führung in der Vergangenheit Kritik ausgesetzt war. Die erneute Bestätigung durch die CDU zeigt, dass die Partei trotz früherer Skepsis Vertrauen in seine Regierungsfähigkeit hat.

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