Lada Deutschland schließt nach Jahrzehnten endgültig seine Pforten
Lada Deutschland GmbH stellt endgültig den Betrieb ein
Die Lada Deutschland GmbH, einst ein wichtiger Akteur für den Verkauf russischer Autos in Deutschland, hat ihre Türen für immer geschlossen. Das Unternehmen kämpfte jahrelang mit sinkenden Absatzzahlen, verschärften Abgasvorschriften und dem plötzlichen Stopp der Importe aus Russland im Jahr 2022.
Die Probleme des Unternehmens begannen jedoch lange vor 2022. Bereits 2019 stellte der russische Hersteller AvtoVAZ die Lieferung von Lada-Fahrzeugen in die EU ein, da diese die Abgasnorm Euro 6d-TEMP nicht erfüllten. Eine Nachrüstung der Motoren wäre zu kostspielig gewesen, sodass der Absatz in Deutschland auf nur noch wenige Dutzend Fahrzeuge pro Jahr sank.
Nach 2019 versuchte Lada Deutschland, sich mit dem Verkauf der Geländewagen-Modelle Niva – umgetauft in Lada 4×4 und Taiga – über Wasser zu halten. Als auch dies scheiterte, stieg das Unternehmen auf den Vertrieb chinesischer Marken wie JAC Motors und Dayun um. Doch selbst diese Bemühungen konnten die Wende nicht bringen.
Der endgültige Schlag folgte 2022: Sanktionen und logistische Hindernisse rissen die Lieferketten für Fahrzeuge und Ersatzteile aus Russland ab. Ohne Ware zum Verkaufen und ohne Aussicht auf Besserung meldete das Unternehmen schließlich Insolvenz an und befindet sich nun in der letzten Phase der Abwicklung.
Dabei hatte Lada Deutschland Jahrzehnte zuvor noch eine ganz andere Rolle gespielt: In den 1990er-Jahren half das Unternehmen dem südkoreanischen Hersteller Kia, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen – ein Schritt, der sich als weit erfolgreicher erwies als die eigenen späteren Versuche.
Mit der Schließung endet die offizielle Präsenz der Marke Lada in Deutschland. Der einst bekannte Name wird künftig weder verkauft noch unterstützt. Die verbleibenden Unternehmensreste werden nun im Rahmen des Insolvenzverfahrens liquidiert.






