04 March 2026, 20:08

Legendäres "Hebelhof"-Hotel am Feldberg schließt für immer seine Pforten

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Skistation mit Häusern, Pfählen, einem Zaun, einer Platte und Bäumen im Vordergrund und Bergen im Hintergrund.

Legendäres "Hebelhof"-Hotel am Feldberg schließt für immer seine Pforten

Die "Hebelhof"-Hotels am Feldberg werden Ende Oktober 2023 ihre Türen für immer schließen. Die Schließung ist das Ergebnis jahrelang sinkender Besucherzahlen und steigender Sanierungskosten. Lokale Vertreter warnen, dass der Schritt die Tourismusinnahmen der Region schwer treffen wird.

Das 1907 als Hotel erbaute Gebäude benötigt dringend umfassende Modernisierungen, um aktuelle Sicherheits- und Qualitätsstandards zu erfüllen. Auch energetische Sanierungen stehen seit Langem aus – doch die geschätzten Kosten belaufen sich auf Zehnmillionenbeträge, die für den gemeinnützigen Jugendherbergsverband schlicht nicht tragbar sind.

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Die Übernachtungszahlen im Feldberger Haus sind über die Jahrzehnte stark zurückgegangen. 2022 zählte die Herberge rund 26.800 Gäste – ein drastischer Rückgang gegenüber etwa 74.500 in den 1970er-Jahren. Unbeständige Winterbedingungen im Schwarzwald und die Verlagerung des Skitourismus in die Alpen haben den Niedergang beschleunigt. Durch die Schließung entfallen voraussichtlich 27.000 jährliche Übernachtungen, was die Einnahmen aus der Kurtaxe der Gemeinde mindert.

Lokale Politiker kritisieren, dass das Land Baden-Württemberg zu wenig Mittel für die Sanierung von Infrastruktur in ländlichen Räumen bereitstelle. Zwar gebe es Fördermöglichkeiten wie den Sonderfonds für Bildungs- und Betreuungsstätten, konkrete finanzielle Hilfen seien jedoch bisher ausgeblieben. Zudem erschweren schlechte öffentliche Verkehrsanbindungen den Zugang zur Herberge – ein weiteres Hindernis für Besucher.

Ohne schnelle Investitionen bleibt der "Hebelhof"-Hotels geschlossen und hinterlässt eine Lücke im lokalen Tourismusangebot. Der Wegfall der Übernachtungen belastet den Haushalt Feldbergs direkt, während die Zukunft des historischen Gebäudes von der Beschaffung von Sanierungsgeldern abhängt. Die Verantwortlichen drängen weiterhin auf Landesmittel, um den Standort zu retten.