13 April 2026, 16:13

Luchsin Verena startet neues Leben im Schwarzwald – ein Meilenstein für den Artenschutz

Drei Luchse liegen vor einem Gebäude mit einer Tür und einem Zweig links daneben.

Luchsin Verena startet neues Leben im Schwarzwald – ein Meilenstein für den Artenschutz

Neue Phase beim Wiederaufbau der Luchspopulation in Baden-Württemberg

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Ein neuer Abschnitt im Bemühen um die Wiederansiedlung von Luchsen in Baden-Württemberg hat begonnen: Die junge Luchsin Verena wurde kürzlich im Rahmen eines langfristigen Artenschutzprojekts in die Wildnis entlassen. Bis 2027 sollen bis zu zehn Tiere in der Region angesiedelt werden.

Verena erblickte im Frühling 2023 im schweizerischen Tierpark Langenberg das Licht der Welt. Seit September bereitete sie sich in einer speziellen Anlage im Wildkatzendorf Hütscheroda in Thüringen auf ihr Leben in Freiheit vor. Dort eignete sie sich die Fähigkeiten an, die sie für ein unabhängiges Überleben benötigt.

Der Schwarzwald bietet ideale Bedingungen für Luchse: ausgedehnte Wälder und reichlich Beutetiere. Zwei territoriale Männchen leben bereits in der Region, und mit Verenas Ankunft sollen die Bestrebungen zur Fortpflanzung unterstützt werden. Das Projekt wählt gezielt Tiere mit unterschiedlichem Erbgut aus, um die genetische Vielfalt der lokalen Population zu stärken.

An der Initiative sind das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, der WWF Deutschland, der Zoo Karlsruhe sowie wissenschaftliche Partner beteiligt. Auch ortsansässige Jäger leisten einen Beitrag, indem sie ihr Fachwissen und ihre Kenntnisse des Geländes einbringen, um die Luchse zu überwachen.

Verenas Freilassung markiert einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer stabilen Luchspopulation in Baden-Württemberg. Bis 2027 sollen weitere Tiere ausgesetzt werden. Der Erfolg des Programms hängt von der Fähigkeit der Luchse ab, sich an ihre neue Umgebung anzupassen und dort zu gedeihen – und von der anhaltenden Zusammenarbeit zwischen Wildtierexperten, Naturschutzorganisationen und der lokalen Bevölkerung.

Quelle