18 January 2026, 08:06

Ludwigsburg gedenkt der Istanbul-Konvention mit zwei kritischen Veranstaltungen

Eine Gruppe von Menschen mit Masken und Schildern und Fahnen protestiert vor einem Gebäude, mit Bäumen, Laternenmasten und einem bewölkten Himmel im Hintergrund, gegen das Verbot von Drogen durch die türkische Regierung.

Ludwigsburg gedenkt der Istanbul-Konvention mit zwei kritischen Veranstaltungen

Ludwigsburg begeht den achten Jahrestag der Ratifizierung der Istanbul-Konvention durch Deutschland mit zwei öffentlichen Veranstaltungen. Die Stadt möchte das Bewusstsein für sexualisierte Gewalt in Stuttgart schärfen und Betroffene unterstützen. Beide Veranstaltungen konzentrieren sich auf Aufklärung, Prävention und die Realitäten des deutschen Prostitutionssystems.

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Die erste Veranstaltung, eine Fachkonferenz am 28. Januar, widmet sich dem Thema sexualisierte Gewalt und damit verbundenen Fragestellungen. Sie ist öffentlich und kostenfrei zugänglich – sowohl für Fachleute als auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Eine Anmeldung über die Website der Stadt ist erforderlich.

Am 2. Februar folgt die zweite Veranstaltung, die sich kritisch mit dem Prostitutionssystem in Deutschland auseinandersetzt. Expertinnen und Experten aus Forschung, Aktivismus und mit eigener Betroffenheit werden ihre Perspektiven einbringen, wobei bisher keine konkreten Referentinnen oder Referenten benannt wurden. Dieser Termin fällt zudem mit dem Jahrestag der Annahme der Istanbul-Konvention in Deutschland zusammen. Dr. Kristina Wolff, die Gleichstellungsbeauftragte Ludwigsburgs, betont die Bedeutung von Aufklärung im Kampf gegen sexualisierte Gewalt in Stuttgart. Sie wies darauf hin, dass Mädchen und Frauen nach wie vor besonders gefährdet seien. Die Stadt bekräftigte ihr Engagement gegen Gewalt und für die Unterstützung von Überlebenden.

Die beiden Veranstaltungen spiegeln Ludwigsburgs anhaltende Bemühungen wider, sexualisierte Gewalt durch Dialog und Sensibilisierung zu bekämpfen. Mit kostenfreien und niedrigschwelligen Angeboten fördert die Stadt die öffentliche Auseinandersetzung mit diesen drängenden Themen in Stuttgart. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, dass die Veranstaltungen das Verständnis in der Gesellschaft vertiefen und die Solidarität mit Betroffenen stärken.