06 March 2026, 10:16

Luftangriffe auf Iran lassen Ölpreise explodieren – Sprit wird zum Luxusgut

Ein Diagramm auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten" und zwei Linien, einer blauen und einer grünen, die die Trends der Treibstoffpreise über die Zeit zeigen.

Hohe Treibstoffpreise - Hagel kritisiert Ölriesen - Luftangriffe auf Iran lassen Ölpreise explodieren – Sprit wird zum Luxusgut

Weltweite Ölpreise schnellen nach US-israelischen Luftangriffen auf den Iran hoch

Nach den am 28. Februar 2026 begonnenen US-israelischen Luftangriffen auf den Iran sind die Ölpreise weltweit stark angestiegen. Der Konflikt trieb den Preis für Brent-Rohöl von rund 74 US-Dollar pro Barrel auf Spitzenwerte von über 83 Dollar – bei anhaltender Volatilität. Gleichzeitig stiegen in Deutschland die Spritpreise rasant an, was eine politische Debatte auslöste und Forderungen nach einer Überprüfung der Preispolitik laut werden ließ.

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Die Luftangriffe lösten sofortige Marktreaktionen aus: Brent-Rohöl kletterte auf 82 bis 83 Dollar pro Barrel, bevor es sich bis zum 2. März bei 78,83 Dollar einpendelte. Analysten warnen, dass die iranische Förderung von 3,13 Millionen Barrel pro Tag – immerhin 4 Prozent der globalen Produktion – durch den Konflikt beeinträchtigt werden könnte. Die Spannungen um die Straße von Hormus, eine lebenswichtige Schifffahrtsroute, verschärfen die Sorgen zusätzlich. Trotz Produktionserhöhungen der OPEC+-Staaten bleiben die Bedenken bestehen; einige Prognosen gehen davon aus, dass die Preise auf 100 bis 130 Dollar steigen könnten, sollte sich der Konflikt hinziehen.

In Deutschland erreichten die Benzinpreise unterdessen die Marke von zwei Euro pro Liter und belasten die Haushalte der Autofahrer stark. Der CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel wirft internationalen Ölkonzernen vor, die Krise für überhöhte Gewinne auszunutzen. Er unterstützt eine Prüfung durch das Bundeskartellamt, ob Unternehmen die Preise unrechtmäßig in die Höhe treiben – auch wenn der Umfang einer solchen Untersuchung begrenzt sein dürfte.

Die politischen Folgen des Preisschocks weiten sich aus, besonders vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg, wo CDU und Grüne in Umfragen gleichauf bei 28 Prozent liegen. Trotz des Aufwindes der Grünen zeigt sich Hagel optimistisch über die Chancen seiner Partei und stilisiert die explodierenden Spritpreise zum zentralen Wahlkampfthema.

Der Konflikt im Iran treibt die Ölpreise weiterhin nach oben; Brent-Öl notiert deutlich über dem Niveau vor den Angriffen. Deutsche Autofahrer kämpfen mit Rekordkosten an der Zapfsäule, während Politiker eine strengere Kontrolle der Preispolitik fordern. Solange die Spannungen anhalten, werden die wirtschaftlichen und politischen Folgen spürbar bleiben.

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