Maschinenbau in Baden-Württemberg kämpft mit Rückgängen – doch erste Hoffnung keimt
Gretel BirnbaumWarum die Maschinenbau-Industrie auf eine Erholung hofft - Maschinenbau in Baden-Württemberg kämpft mit Rückgängen – doch erste Hoffnung keimt
Baden-Württembergs Maschinenbau durchlebte ein schwieriges Jahr 2024
Der Maschinenbau in Baden-Württemberg stand 2024 vor großen Herausforderungen: Sowohl Aufträge als auch Umsätze gingen zurück. Die Branche, die in über 1.500 Unternehmen mehr als 331.500 Menschen beschäftigt, verzeichnete einen realen Produktionsrückgang von 2 %. Dennoch gibt es vorsichtige Hoffnungsschimmer, da sich die wichtigsten Märkte im Euro-Raum allmählich erholen.
Die Probleme des Sektors spiegeln sich deutlich in der jüngsten VDMA-Branchenumfrage wider, die Anfang 2025 veröffentlicht wurde. Die Auftragseingänge sanken 2024 um 12,5 % – ein stärkerer Rückgang als im Bundesdurchschnitt von 7,8 %. In Nachbarländern wie Bayern lag der Rückgang bei 9,2 %, während Nordrhein-Westfalen mit 6,1 % etwas weniger betroffen war.
Auslandsnachfrage entwickelte sich uneinheitlich Die Nachfrage aus Ländern außerhalb der Euro-Zone brach um 16 % ein, während die Geschäfte im Euro-Raum um 6 % zulegten. Im Dezember zeichnete sich jedoch eine leichte Trendwende ab: Zwar gingen die Gesamtaufträge um 3 % zurück, doch die Inlandsnachfrage stieg überraschend um 16 %.
Innerhalb Deutschlands stabilisierte sich die Lage teilweise. Die inländischen Auftragsvolumina erhöhten sich um 3 %, und die Bestellungen aus dem Euro-Raum legten um 9 % zu. Dagegen schwächten sich die Märkte außerhalb der Euro-Zone weiter ab – hier sank die Nachfrage um 9 %. Anhaltende globale Unsicherheiten belasten weiterhin die Absatzchancen jenseits der europäischen Kernmärkte.
Unternehmen betonen zunehmend die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, um Investitionen anzuregen. Ohne bessere Rahmenbedingungen könnte eine vollständige Erholung jedoch in weiter Ferne bleiben.
Maschinenbau in Baden-Württemberg bleibt unter Druck – trotz Lichtblicken Trotz einzelner Wachstumsimpulse steht die Branche weiterhin unter Spannung. Während die Binnennachfrage und die Bestellungen aus dem Euro-Raum Widerstandsfähigkeit zeigen, halten die globalen Herausforderungen an. Ein nachhaltiger Aufschwung hängt davon ab, ob sich die Marktbedingungen verbessern und Investitionsanreize langfristig wirken.
