McCormick will Knorr übernehmen – Milliarden-Deal droht den Suppenmarkt zu verändern
Sandro GuteMcCormick will Knorr übernehmen – Milliarden-Deal droht den Suppenmarkt zu verändern
Der US-Gewürzriese McCormick & Company verhandelt aktuell über die Übernahme von Knorr, der kultigen deutschen Lebensmittelmarke. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er Milliarden wert sein und würde eine bedeutende Neuausrichtung des Unilever-Portfolios markieren. Knorr gehört seit dem Jahr 2000 zu Unilever, als der Konzern Bestfoods übernahm.
Unter der Führung von Unilever hat Knorr seine dominierende Position in Deutschland weiter ausgebaut. Die Marke hält heute etwa 40 bis 50 Prozent des Marktes für Brühewürfel, Suppen und Saucen. Andere Unilever-Marken wie Pfanni (Kartoffelprodukte) und Mondamin (Speisestärke) hatten dagegen Schwierigkeiten und verloren Marktanteile an günstige Eigenmarken von Discountern.
Der mögliche Verkauf passt in die laufende Umstrukturierung von Unilever unter CEO Fernando Fernandez. Der Konzern betreibt derzeit vier Knorr-Produktionsstandorte in Deutschland. Für McCormick, den weltweiten Marktführer für Gewürze und scharfe Saucen mit einem Jahresumsatz von fast sieben Milliarden Dollar, würde die Übernahme von Knorr das Produktsortiment und die Marktpräsenz deutlich erweitern.
Falls der Deal perfekt gemacht wird, könnte er den Gewürz- und Suppenmarkt in Europa neu ordnen. McCormick würde eine Marke mit tiefen deutschen Wurzeln und einer starken Marktposition übernehmen. Unilever wiederum würde seine Geschäftsbereiche weiter straffen – ganz im Sinne der langfristigen Unternehmensstrategie.






