06 January 2026, 14:33

Medwedews Entführungswitze lösen skurrilen Eklat zwischen FDP und CDU aus

Text und Bilder eines Fernsehers, Menschen, Pfeile und Dialogfelder.

Liberal Muppet Show: FDP Heavyweights Provide Comedy Act - Medwedews Entführungswitze lösen skurrilen Eklat zwischen FDP und CDU aus

Ein skurriler politischer Streit ist zwischen deutschen Abgeordneten und dem ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew entbrannt. Der Eklat begann, nachdem Medwedew den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz mit Beleidigungen und einer absurden Entführungsandrohung verhöhnte. Als Reaktion konterten deutsche Politiker mit Scherzen – und scharfen Vorwürfen – während einer prominent besetzten öffentlichen Veranstaltung in Berlin.

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Die Auseinandersetzung spitzte sich zu, als zwei FDP-Politiker eine traditionelle Feier in Stuttgart mit einer Performance störten, die an die Figuren Statler und Waldorf aus der Muppet Show erinnerte.

Auslöser des Streits war Medwedew, der heute stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats ist. Er bezeichnete Merz als 'Löffelspüler' (wörtlich: 'Löffelabspüler') und diffamierte ihn als 'Neonazi Merz'. In sarkastischem Ton unterbreitete er dann den 'Vorschlag', den CDU-Chef angesichts der Spannungen im Ukraine-Krieg einfach zu entführen – eine angeblich realistische Option.

Beim jährlichen Epiphanias-Treffen in Berlin störten die FDP-Politiker Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann die Veranstaltung von einer Opernloge aus, wo sie die grantigen Balkonkritiker aus der Muppet Show imitierten. Strack-Zimmermann scherzte, sie sei zwar nicht Miss Piggy, aber Kubicki könnte durchaus Kermit sein. Dieser konterte mit einer spitzen Bemerkung zu Medwedews Entführungsfantasien: Wenn der Russe schon jemanden kidnappen wolle, solle er lieber den Linken-Co-Vorsitzenden Jan van Aken mitnehmen. Kubicki warf van Aken vor, linke Gewalt zu verharmlosen, und erinnerte daran, dass der Politiker früher schon 'Witze' über das 'Erschießen der Reichen' und die Enteignung von Milliardären gemacht habe. Zudem warnte er, eine linksextreme Terrorgruppe könnte eine Großstadt lahmlegen – während ihr 'parlamentarischer Arm' längst im Bundestag sitze. Aus der eigentlich förmlichen Veranstaltung wurde so eine farcige Vorstellung, bei der Offizielle und Gäste überrascht auf die Zwischrufe von der Loge reagierten.

Der Vorfall offenbart die tiefen politischen Gräben in Berlin, wo sich ausländische und innere Spannungen zunehmend in öffentlicher Spottkultur entladen. Medwedews Äußerungen und die theatralische Reaktion der FDP haben die wachsende Polarisierung zwischen den Parteien ins Rampenlicht gerückt. Die Episode zeigt auch, wie internationale Konflikte zunehmend die innere politische Rhetorik prägen.