Mercedes nutzt Blockchain für transparente und klimaneutrale Lieferketten bis 2039
Oswin BolanderMercedes nutzt Blockchain für transparente und klimaneutrale Lieferketten bis 2039
Mercedes-Benz setzt auf Blockchain-Technologie für mehr Transparenz in den Lieferketten
Der Stuttgarter Automobilhersteller treibt mit Hilfe der Blockchain die Nachverfolgbarkeit in seinen Lieferketten voran. Im Rahmen eines im vergangenen Jahr gestarteten Pilotprojekts werden Nachhaltigkeitsstandards und CO₂-Emissionen über alle Produktionsstufen hinweg erfasst. Das Vorhaben ist Teil des ehrgeizigen Plans des Unternehmens, bis 2039 eine klimaneutrale Pkw-Flotte zu realisieren.
Im Mittelpunkt des Versuchs steht die lückenlose Dokumentation von Verträgen und die Einhaltung von Nachhaltigkeitsauflagen durch jeden Zulieferer. Die Daimler-Konzernmutter schreibt allen Partnern strenge Umweltkriterien vor, deren Einhaltung das Blockchain-System überprüft. Die Technologie soll dabei nicht nur direkte Zulieferer, sondern auch Unterauftragnehmer erfassen – für vollständige Transparenz über Materialien und Emissionen.
Mercedes-Benz ist damit der erste Automobilhersteller, der Blockchain einsetzt, um CO₂-Emissionen in der globalen Lieferkette für Batteriezellen nachzuverfolgen. Das System erfasst den Fluss von Rohstoffen sowie den damit verbundenen CO₂-Fußabdruck. Parallel dazu führt das Unternehmen Workshops mit Zulieferern durch, um konkrete Maßnahmen zur Emissionsreduzierung zu entwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Einsatz recycelter Materialien und der Steigerung der Ressourceneffizienz. Durch die systematische Erfassung von CO₂-Einsparungen und nachhaltigen Praktiken will Mercedes-Benz ökologische Verantwortung fest in seinen Beschaffungsprozessen verankern.
Das Blockchain-Pilotprojekt markiert einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der Initiative Ambition2039. Es liefert Echtzeitdaten zu Emissionen und Materialherkunft und bringt das Unternehmen so seinem Ziel einer klimaneutralen Produktion einen Schritt näher. Zulieferer müssen künftig mit strengeren Kontrollen rechnen, um die Einhaltung der Nachhaltigkeitsvorgaben sicherzustellen.






