Motorradsaison in Berlin: Warum die Unfallzahlen jetzt wieder steigen
Oswin BolanderMotorradsaison in Berlin: Warum die Unfallzahlen jetzt wieder steigen
Motorradsaison in Berlin gestartet – doch mit ihr steigt die Unfallgefahr
In Berlin hat die Motorradsaison wieder begonnen, doch damit nimmt auch die Zahl der Unfälle zu. Allein im vergangenen Jahr wurden in Stadt und Landkreis 456 Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern registriert. Die Polizei hat nun angekündigt, im Mai die Sicherheitskampagnen zu verstärken.
2025 stieg die Zahl der Unfälle mit Motorrädern und Rollern im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent. Von den 456 Vorfällen endeten 369 mit Verletzungen – davon 300 leicht und 74 schwer. Vier Biker kamen bei den Kollisionen ums Leben.
In 254 Fällen wurden die Motorradfahrer als Hauptverursacher der Unfälle identifiziert. Die Behörden appellieren an alle Fahrer, ihre Maschinen vor der Fahrt gründlich zu überprüfen. Bei Bedarf wird eine professionelle Inspektion empfohlen.
Zu den wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen gehört das Tragen von Helmen, die den aktuellen ECE-Normen entsprechen. Helme sollten alle fünf Jahre oder nach Beschädigungen ausgetauscht werden. Zudem raten die Experten, stets mit Licht zu fahren und durch hochsichtbare Kleidung besser wahrgenommen zu werden.
Um die Fahrpraxis zu verbessern, werden defensiv ausgerichtete Fahrsicherheitstrainings angeboten. Diese Kurse helfen sowohl Anfängern als auch erfahrenen Fahrern, ihr Können zu festigen und das Risikobewusstsein zu schärfen.
Die Berliner Polizei wird sich im Mai besonders auf die Motorradsicherheit konzentrieren. Ziel der Kampagnen ist es, die Unfallzahlen zu senken und ein verantwortungsvolleres Fahrverhalten zu fördern. Mit regelmäßigen Checks, passender Schutzausrüstung und gezieltem Training können Biker ihre Sicherheit auf der Straße deutlich erhöhen.
