26 March 2026, 22:13

Mummelsee-König Hermann Müller: Ende einer 30-jährigen mystischen Ära?

Schwarzes und weißes Foto einer Familie in einem Kanu auf einem See mit Bergen und Bäumen im Hintergrund, Himmel oben sichtbar und Text unten.

Mummelsee-König Hermann Müller: Ende einer 30-jährigen mystischen Ära?

Seit drei Jahrzehnten verkörpert Hermann Müller eine lokale Legende als geheimnisvoller Mummelsee-König. Bekleidet mit Schilfgras, auf Stelzen stehend und mit einer Krone geschmückt, ist er zu einer beliebten, doch zugleich unheimlichen Figur am deutschen Mummelsee geworden. Seine Auftritte ziehen Scharen von Besuchern an – doch nun steht die Tradition vor einer ungewissen Zukunft.

Das Kostüm des Mummelsee-Königs ist ebenso beeindruckend wie die Mythen, die ihn umranken. Müller trägt einen Mantel aus Segras, schwingt einen Dreizack und ragt auf seinen Stelzen hoch über den Köpfen der Gäste auf. Seine Rolle verbindet Folklore mit Unterhaltung: Er erschreckt Erwachsene, während er Kindern Süßigkeiten verteilt. An sonnigen Tagen läuft er am Ufer entlang, posiert für Fotos und hält so die alten Geschichten lebendig.

Die Sagen des Mummelsees erzählen von Nymphen, die nachts auf den Wiesen tanzen, und von Stürmen, die losbrechen, wenn Steine ins Wasser geworfen werden. Müllers Darbietungen helfen, diese Legenden zu bewahren und machen den See zu einem Magneten für neugierige Touristen. Doch vor zwei Jahren kündigte er seinen Rückzug an – seither bleibt die Rolle unbesetzt. Ein Nachfolger wurde bisher nicht gefunden, auch wenn sich sein Enkel Ben nun überlegt, in seine Fußstapfen zu treten.

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Der Mummelsee-König bleibt ein zentraler Teil des magischen Flairs des Sees, eine Mischung aus Schelmerei und Tradition. Ohne einen Nachfolger steht das Schicksal dieses 30-jährigen Brauchs auf dem Spiel. Noch immer versammeln sich Besucher in der Hoffnung, die grasumhüllte Gestalt zu treffen – bevor sie für immer verschwindet.

Quelle