21 March 2026, 22:09

München und Stuttgart feiern das Ende des Ramadan – zwischen Lichtkunst und Verkehrsstillstand

Eine große Menge steht vor einem mit bunten Deko und Texten geschm√öckten Gebäude bei der Mabuhay-Feier in den Philippinen, einige tragen Kappen, halten Flaschen oder sitzen auf der Straße, vor einem Baum und einem klaren blauen Himmel.

München und Stuttgart feiern das Ende des Ramadan – zwischen Lichtkunst und Verkehrsstillstand

Münchens Altstadtrathaus leuchtete diese Woche mit einer besonderen Botschaft, als die Stadt das Ende des Ramadan feierte. Die Fassade wurde mit "Frohes Eid" in 13 Sprachen illuminiert – Teil einer vom Stadtrat unterstützten Initiative, um das muslimische Leben sichtbarer zu machen. Unterdessen versammelten sich in Stuttgart Tausende zum Gebet und brachten Teile der Stadt zum Stillstand.

Die Lichtinstallation in München folgte einem Stadtratsbeschluss von 2024 mit dem Titel "Antimuslimischen Rassismus bekämpfen – Demokratie stärken". Beamte bezeichneten die Beleuchtung als Zeichen der Offenheit und als Möglichkeit, muslimische Traditionen stärker in den öffentlichen Raum zu tragen. Der stellvertretende Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) richtete seine Glückwünsche an die Feiernden und sagte "Eid Mubarak"*.

In Stuttgart füllten rund 3.000 Menschen die Straßen für das Eid-al-Fitr-Gebet. Die Veranstaltung sorgte für erhebliche Verkehrsbehinderungen, da Straßen zeitweise gesperrt werden mussten, als die Menge eintraf. Die Polizei griff ein, um den Andrang zu regeln, und musste zusätzliche Kräfte anfordern, nachdem die Organisatoren kaum Vorlauf gegeben hatten.

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Der Gebetstermin dauerte etwa eine Stunde, doch als sich die Teilnehmer*innen wieder verteilten, kam es erneut zu Staus. Die Behörden mussten ein zweites Mal eingreifen, um die Verkehrsblockaden zu lösen. Unklar bleibt, ob die Versammlung offiziell bei der Stadt angemeldet war.

Die Münchner Lichtaktion zählt zu den wenigen dokumentierten öffentlichen Aktionen einer deutschen Stadt, die in den letzten Jahren das Fest des Fastenbrechens würdigten. Die Stuttgarter Veranstaltung, obwohl nicht geplant, unterstrich die wachsende Präsenz muslimischer Gemeinden im städtischen Raum. Beide Städte sahen sich mit logistischen Herausforderungen konfrontiert, als die Feierlichkeiten stattfanden.

Quelle