08 April 2026, 00:17

Nassauischer Kunstverein wird zum begehbaren Gedächtnispalast unter Martin La Roche

Ein Ausstellungsraum im Stedelijk Museum Amsterdam, der verschiedene Kunstwerke wie Gemälde, Skulpturen, Texttafeln und Objekte in Glaskästen zeigt, mit Deckenbeleuchtung.

Nassauischer Kunstverein wird zum begehbaren Gedächtnispalast unter Martin La Roche

Ab Ende März 2025 wird der Nassauische Kunstverein Wiesbaden zu einem immersiven Gedächtnispalast. Der Künstler Martin La Roche verwandelt das gesamte Gebäude in ein begehbares, interaktives Erlebnis. Die unter dem Titel Gedächtnispalast stehende Ausstellung lädt Besucher ein, Räume zu erkunden, die mit persönlichen und verspielt-reflektierenden Eindrücken gefüllt sind.

Die Reise beginnt im ersten Obergeschoss mit Bereichen wie dem Foyer, dem Spielzimmer, der Bibliothek und dem Videoraum. Im Zentrum dieser Etage liegt Sandspiel, eine Installation, inspiriert von Dora Kalffs Sandspieltherapie. Ein weiterer Raum präsentiert ein Kreuzworträtsel, das La Roche einst aus einem Müllcontainer rettete – ursprünglich abgedruckt in der Guardian.

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Im Obergeschoss entfaltet sich das zweite Stockwerk mit dem Museumssaal, dem Farbenraum, dem Archiv, dem Wintergarten und dem Inventarraum. Im Wintergarten lagern 192 Objekte in nummerierten Boxen. Besucher können Gegenstände auswählen, die ausgestellt werden sollen, und über Postkartenwünsche ihre eigene Mini-Ausstellung kuratieren.

Erstmals wird in Wiesbaden das gesamte Musée Légitime zu sehen sein – ein Museum, das klein genug ist, um in einen Hut zu passen. Die Ausstellung denkt den Kunstraum neu, irgendwo zwischen einem Gespräch und einem Spiel, und verbindet verspieltes Entdecken mit nachdenklicher Reflexion.

Gedächtnispalast ist vom 28. März bis 15. Juni 2025 zu erleben. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie an Wochenenden von 11 bis 18 Uhr.

La Roches Ausstellung verwandelt den Kunstverein in ein lebendiges Modell des Gedächtnisses, in dem jeder Raum ein Fragment einer größeren Geschichte birgt. Die interaktiven Elemente ermutigen die Besucher, ihr Erlebnis selbst zu gestalten – jede Begegnung wird so einzigartig. Die Schau bleibt fast drei Monate geöffnet und bietet vielfältige Gelegenheiten, ihre sich wandelnden Schichten zu erkunden.

Quelle