Neue Rettungshubschrauber-Station in Lahr startet 2026 für bessere Notfallhilfe
Oswin BolanderNeue Rettungshubschrauber-Station in Lahr startet 2026 für bessere Notfallhilfe
Neue Luftrettungsstation am Flughafen Lahr: Bessere Notfallversorgung für den Ortenaukreis und den Nordschwarzwald
Im Ortenaukreis in Baden-Württemberg entsteht am Flughafen Lahr eine neue Luftrettungsstation, die voraussichtlich Mitte 2026 ihren Betrieb aufnehmen wird. Die Einrichtung soll die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung in der Region sowie im nördlichen Schwarzwald deutlich verbessern. Den Zuschlag für den Betrieb erhielt im vergangenen Sommer die DRF Luftrettung, eine Stiftung der Deutschen Rettungsflugwacht.
Das Innenministerium entschied sich am 21. Juli 2025 nach einer Ausschreibung für das Angebot der DRF, das sowohl in puncto Qualität als auch Wirtschaftlichkeit am besten abschnitt. Die neue Station entspricht den Empfehlungen der Struktur- und Bedarfsanalyse zur Luftrettung in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020, die einen Ausbau der Rettungsdienste in der Region vorsah.
An der Basis Lahr wird ein Hubschrauber vom Typ Airbus H145 D3 mit einem Fünfblatt-Rotor stationiert. Er wird täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang unter dem Funkrufnamen «Christoph Ortenau» im Einsatz sein. Die DRF stellt die Piloten sowie das medizinisch-technische Personal, während die Notärzte von der Ortenau Klinik gestellt werden.
Mit der neuen Station wird die DRF ab 2026 insgesamt acht Luftrettungsstandorte in Baden-Württemberg betreiben. Aktuell unterhält die Organisation sieben Stationen im Land; neun der zehn geplanten Basen in Baden-Württemberg waren bereits vor der Genehmigung für Lahr in Betrieb. Der Regelbetrieb am neuen Standort soll am 1. Juli 2026 beginnen – die Konzession läuft über 15 Jahre.
Die Luftrettungsstation Lahr wird die Einsatzzeiten für Notfälle im Ortenaukreis und den angrenzenden Gebieten verkürzen. Der Hubschrauber füllt eine Lücke im Rettungsnetz entlang der Achse Lahr–Freudenstadt und stärkt so die Versorgungssicherheit in der Region. Der Betrieb ist für mindestens die nächsten eineinhalb Jahrzehnte vorgesehen.






