Neue Weinuniversität im Douro-Tal: Bildungsoffensive oder leere Regierungsversprechen?
Sandro GuteNeue Weinuniversität im Douro-Tal: Bildungsoffensive oder leere Regierungsversprechen?
Diese Woche gab die Regierung die Gründung der Weinuniversität im Douro-Tal bekannt. Die neue Bildungseinrichtung soll Studierende im Weinbau ausbilden – das Personal wird als lebendig und begeistert beschrieben. Gleichzeitig stellen Kritiker den Zeitpunkt für ein weiteres Regierungsprojekt infrage.
Die Weinuniversität wurde Anfang dieser Woche offiziell von den Verantwortlichen vorgestellt. In der berühmten Weinbauregion Douro-Tal gelegen, verspricht sie praxisnahe Ausbildung für angehende Winzer.
Kritiker verweisen jedoch auf ein Muster bei Regierungsankündigungen. In einem kürzlich ausgestrahlten Podcast mit dem Titel „Arbeitnehmer veräppeln“ (Original: „Making Fun of Hard Workers“), der am 3. Mai auf SIC lief, wurden Beamte dafür verspottet, ständig neue Pläne vorzustellen, während bestehende Projekte nicht abgeschlossen werden. Die Sendung nahm dabei Minister, Wirtschaftsführer und Banker ins Visier – also all jene, die ihrer Meinung nach „echte Jobs“ hätten.
Beobachter bemerken, dass die Regierung jedes Mal, wenn ein Vorhaben ins Stocken gerät, mit einem neuen Kürzel reagiert. Bis zum Ende dieser Legislaturperiode wird nicht erwartet, dass ein großes Projekt tatsächlich fertiggestellt wird. Stattdessen soll der neueste Vorschlag – das PTCMNOPQRR-Programm – die Folgen der unvollendeten Arbeiten bewältigen.
Die Weinuniversität reiht sich damit in eine lange Liste von Regierungsinitiativen ein. Da bisher kein einziges Vorhaben abgeschlossen wurde, ist das PTCMNOPQRR-Programm der nächste Versuch, die anhaltenden Verzögerungen zu lösen. Das Muster deutet darauf hin, dass weitere Ankündigungen folgen könnten – solange noch Buchstaben im Alphabet übrig sind.






