04 January 2026, 08:13

Neues Schutzglas Exos revolutioniert Solarzellen für Satelliten im Weltraum

Mehrere Glasobjekte sind auf einer Oberfläche ausgebreitet.

Neues Schutzglas Exos revolutioniert Solarzellen für Satelliten im Weltraum

Neues Schutzglas für Satelliten-Solarzellen durch Partnerschaft zwischen Schott und Azur Space Solar Power

Ein neues Schutzglas für Solarzellen in Satelliten wurde in einer Zusammenarbeit zwischen Schott und der Azur Space Solar Power GmbH entwickelt. Das unter dem Namen Exos vorgestellte Hochleistungsmaterial soll die Haltbarkeit und Effizienz von Solaranlagen in Weltraummissionen deutlich verbessern. Gleichzeitig stärkt die Kooperation die europäische Lieferkette für raumfahrttaugliche Komponenten.

Exos ist speziell für den Schutz von III-V-Mehrfachsolarzellen konzipiert, die in Missionen im erdnahen Orbit (LEO), im mittleren Erdorbit (MEO) sowie im geostationären Orbit (GEO) zum Einsatz kommen. Das Glas bietet eine starke UV-Absorption und behält seine optische Stabilität bei – selbst nach langfristiger Strahlenbelastung. Durch Anpassung der Dicke lässt sich der UV-Schutz präzise einstellen, was eine maßgeschneiderte Absicherung ermöglicht und die Lebensdauer von Klebstoffen sowie anderen Materialien verlängert.

Das mit Cer dotierte Material durchläuft derzeit das Qualifikationsverfahren nach den Standards der European Cooperation for Space Standardization (ECSS). Azur Space, unterstützt von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), hat bereits erste Tests und Validierungen durchgeführt. Neben Hochleistungssolarzellen ist Exos auch mit herkömmlichen Siliziumzellen kompatibel, was es vielseitig einsetzbar macht – sowohl für Projekte von Raumfahrtagenturen als auch für kommerzielle Satellitennetzwerke.

Ziel der Partnerschaft ist der Aufbau einer stabilen, skalierbaren europäischen Lieferkette für raumfahrttaugliche Deckgläser. Damit soll die nächste Generation von Satelliten unterstützt werden, die für kritische Funktionen wie Kommunikation, Navigation und Erdbeobachtung auf Solarenergie angewiesen sind.

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Die Entwicklung von Exos stellt einen wichtigen Schritt hin zu robusterer Solartechnologie im All dar. Mit der laufenden Qualifizierung und der Anpassungsfähigkeit an verschiedene Solarzellentypen könnte das Glas die Leistung zukünftiger Satellitenmissionen deutlich steigern. Gleichzeitig festigt die Zusammenarbeit Europas Position als Schlüssellieferant für die wachsende Raumfahrtindustrie.