05 May 2026, 14:33

Palforzia wird 2023 vom Markt genommen – was bedeutet das für Allergiker?

Eine Schachtel Erdnüsse auf einem Tisch mit einer Plastikabdeckung und einem Löffel daneben, umgeben von zusätzlichen Schachteln.

Palforzia wird 2023 vom Markt genommen – was bedeutet das für Allergiker?

Palforzia, das erste zugelassene Medikament zur Erdnussallergie-Desensibilisierung, wird ab dem 31. Juli 2023 nicht mehr vermarktet. Die Entscheidung folgt einer Prüfung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), der keinen nachgewiesenen Zusatznutzen im Vergleich zu einer sorgfältigen Beobachtung allein feststellte. Der Hersteller Stallergenes Greer bestätigte den Rückzug, betonte jedoch, dass dieser nicht mit Bedenken hinsichtlich Sicherheit oder Qualität zusammenhänge.

Der Prozess begann im Februar 2022, als das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) die Wirksamkeit von Palforzia infrage stellte. Nach weiteren Bewertungen kam der G-BA zu dem Schluss, dass die Behandlung keine klaren Vorteile gegenüber einem abwartenden Vorgehen biete. Dennoch seien Sicherheit und Qualität des Produkts nie zweifelhaft gewesen.

Um den Übergang zu erleichtern, haben Aufsichtsbehörden – darunter die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) – verlängerte Zugangsfristen festgelegt. Das Starterpack zur Dosissteigerung bleibt bis zum 31. März 2026 verfügbar. Patienten, die sich in der Dosissteigerungsphase (Stufen 1 bis 11) befinden, können die Behandlung bis Ende 2026 fortsetzen, während die Erhaltungsdosis von 300 mg noch bis März 2027 erhältlich sein wird.

Stallergenes Greer hat zugesichert, alle regulatorischen Anforderungen während dieser Phase zu erfüllen. Das Unternehmen strebt an, einen reibungslosen Übergang für Patienten zu gewährleisten, die derzeit auf die Therapie angewiesen sind.

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Durch den schrittweisen Rückzug werden einige Patienten Palforzia noch über mehrere Jahre erhalten. Wer bereits die Erhaltungsdosis einnimmt, profitiert vom längsten Unterstützungszeitraum, während keine neuen Verschreibungen mehr ausgestellt werden. Behörden und Hersteller werden bis zum endgültigen Stichtag 2027 eng zusammenarbeiten, um die Umstellung zu begleiten.

Quelle