PCK-Raffinerie trotzt Lieferstopp: Wie sie 82 Prozent Kapazität hält
Oswin BolanderPCK-Raffinerie trotzt Lieferstopp: Wie sie 82 Prozent Kapazität hält
Die PCK-Raffinerie in Deutschland arbeitete im Mai trotz des Ausfalls kasachischer Rohöllieferungen mit 82 Prozent ihrer Kapazität. Russland hatte die Transitlieferungen durch die Druschba-Pipeline gestoppt, wodurch rund 20 Prozent des Rohölbedarfs der Anlage wegbrachen. Die Raffinerie bleibt dennoch ein zentraler Kraftstofflieferant für Nordostdeutschland und Berlin.
Im Mai stellte Russland die Lieferung von kasachischem Öl über die Druschba-Pipeline ein. Dieser Schritt traf die PCK-Raffinerie, die etwa ein Fünftel ihres Verarbeitungsbedarfs mit diesem Rohöl deckt. Die Anlage, an der deutsche Tochtergesellschaften von Rosneft zu 54 Prozent beteiligt sind, konnte dank bestehender Reserven weiterhin auf hohem Niveau betrieben werden.
Aktuell wird daran gearbeitet, das Öl über den polnischen Hafen Gdańsk zur PCK-Raffinerie umzuleiten. Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement betonte, dass die Sicherung der Produktion wie geplant verlaue. Polen zeigt sich jedoch zurückhaltend, direkt mit Rosneft Deutschland zu verhandeln, das aufgrund des Ukraine-Kriegs unter deutsche Bundestreuhandschaft gestellt wurde.
Zwischen der deutschen Bundesregierung und Polen gibt es bisher keine Einigung über die Zukunft der Raffinerie. Unklar bleibt auch, wie lange die Versorgungsunterbrechung andauern wird. Die PCK-Raffinerie versorgt weiterhin wichtige Regionen mit Kraftstoff – trotz der anhaltenden Herausforderungen. Alternative Lieferwege und bestehende Reserven haben die Produktion bisher stabil gehalten. Verhandlungen und technische Anpassungen zur Lösung des Versorgungsproblems laufen noch.






