19 December 2025, 19:48

Projekt zum Schutz von Fischarten und Management von Kormoranen startet

Mehrere Fische schwimmen in klarem Wasser mit Text in der unteren rechten Ecke.

Projekt zum Schutz von Fischarten und Management von Kormoranen startet

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  1. Dezember 2025

Ein neues grenzüberschreitendes Projekt nimmt sich des Rückgangs bedrohter Fischarten im Bodensee an und setzt sich gleichzeitig mit der Bejagung durch Kormorane auseinander. Unter der Federführung Baden-Württembergs haben sich acht Partner aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein zusammengeschlossen. Über drei Jahre hinweg werden 900.000 Euro in Lösungen fließen, die heimische Fischbestände schützen und die Kormoranpopulationen nachhaltiger bewirtschaften sollen.

Das Vorhaben mit dem Titel „Schutz der Fischarten und Kormoranmanagement am Bodensee“ startet offiziell im Januar 2026. Die Koordination übernimmt das Regierungspräsidium Freiburg im Auftrag Baden-Württembergs. Im Fokus stehen sechs gefährdete Fischarten: Äsche, Nase, Zope, Bitterling, Bachschmerle und Bachneunauge – einige von ihnen gelten als vom Aussterben bedroht.

Das Projekt verbindet ökologische Maßnahmen mit technischen Innovationen. Neben der Aufwertung der Lebensräume für Fische werden Pilotprojekte mit Drohnen durchgeführt, um Kormorane von der Jagd in sensiblen Gebieten abzuhalten. Zudem entwickelt das Team wasserbauliche Modelle, um Laichplätze und Gewässer zu sichern. Für eine langfristige Wirkung wird eine zentrale Datenbank bestehende Schutzstrategien zusammenführen. Ein Monitoring-Programm erfasst die Auswirkungen aller Maßnahmen auf die Fischbestände und weitere geschützte Tierarten.

Die Initiative ist Teil von Interreg, einem EU-Programm, das die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei regionalen Herausforderungen fördert. Acht Organisationen aus Bayern, Vorarlberg, der Schweiz und Liechtenstein arbeiten im Projekt zusammen. Ihr Ziel ist die Erarbeitung gemeinsamer Leitlinien für den Fischschutz und das Kormoranmanagement in der gesamten Bodenseeregion.

Die Investition von 900.000 Euro erstreckt sich über drei Jahre und zielt auf sowohl kurzfristige als auch nachhaltige Lösungen ab. Die Ergebnisse der Drohnentests, der Lebensraumverbesserungen und des Monitorings werden künftige Politiken für den Artenschutz prägen. Die Empfehlungen des Projekts sollen nicht nur dem Bodensee, sondern auch ähnlichen Ökosystemen mit vergleichbaren Bedrohungen zugutekommen.