04 May 2026, 18:21

RAPK entschuldigt sich für Maikundgebungs-Chaos in Kreuzberg

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Demonstration auf einer Stadtstraße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Rundbogenfenstern, Säulen und Skulpturen.

RAPK entschuldigt sich für Maikundgebungs-Chaos in Kreuzberg

Berliner Rap-Trio RAPK äußert sich zu Verzögerungen durch Konzert am 1. Mai

Die Berliner Rap-Gruppe RAPK hat sich zu den Verzögerungen geäußert, die durch ihr Konzert am 1. Mai entstanden sind – das zeitgleich mit der diesjährigen revolutionären Maidemonstration stattfand. Das aus Victor, Tariq und Gustav bestehende Trio versprach, künftige Störungen zu vermeiden, indem ihre Veranstaltungen räumlich getrennt von der Demonstrationsroute stattfinden sollen.

Das jährliche Solidaritätskonzert von RAPK, das traditionell in Kreuzberg veranstaltet wird, fiel in diesem Jahr mit der Maikundgebung zusammen. Die Überschneidung führte zu Engpässen, woraufhin die Gruppe über Durchsagen und Instagram-Posts versuchte, Platz für den Demonstrationszug freizumachen. Später räumten sie ihre Mitverantwortung für die Verzögerungen ein und entschuldigten sich öffentlich.

Die Musik des Trios spiegelt ihre Kreuzberger Wurzeln wider – eine Mischung aus Alltagsleben und scharfer Gesellschaftskritik. In ihren Texten setzen sie sich mit Themen wie Drogensucht, Rassismus durch Polizeikontrollen und Gentrifizierung auseinander, die tief in der Protestkultur des Viertels verwurzelt sind. Für RAPK sind Musik und Aktivismus untrennbar: Ihre Arbeit soll politische Botschaften verstärken und Zuhörer:innen verbinden.

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Seit dem Ende des traditionellen Myfest am 1. Mai organisiert die Gruppe jährlich ihr eigenes Konzert, um den Gemeinschaftsgeist zu bewahren. Sie sind überzeugt, dass Protest und Musik sich gegenseitig stärken sollten – nicht konkurrieren. Um künftige Konflikte zu vermeiden, plant das Trio, seine Veranstaltungen künftig abseits der Demonstrationsstrecke durchzuführen.

Die Stellungnahme folgt auf Kritik an der Terminwahl des diesjährigen Konzerts. Durch die Anpassung zukünftiger Veranstaltungsorte hofft die Gruppe, die Demonstration zu unterstützen, ohne sie zu behindern. RAPK bleibt weiterhin entschlossen, ihre Plattform zu nutzen, um soziale Missstände aufzuzeigen – stets im Respekt vor den Traditionen der Kreuzberger Protestbewegungen.

Quelle