Raucher in Zugtoilette lösen Notbremsung und Polizeieinsatz aus
Zwei algerische Männer lösten am 13. September in einem EC-9-Zug von Mannheim nach Karlsruhe eine Notbremsung aus, nachdem sie im Toilettenraum rauchten und dabei den Feueralarm auslösten. Beide Reisende besaßen für die Fahrt kein gültiges Ticket.
Der Alarm wurde kurz vor der Einfahrt in den Karlsruher Hauptbahnhof ausgelöst, woraufhin der Zug abrupt zum Stehen kam. Verletzte gab es nicht. Die Behörden bestätigten, dass Rauch aus der Bordtoilette die Ursache war.
Die Bundespolizei identifizierte die Männer später als algerische Staatsbürger im Alter von 22 und 27 Jahren. Da sie ohne Fahrkarten unterwegs waren, kamen zusätzliche Vorwürfe hinzu. Die Beamten erstatteten Anzeige wegen Gefährdung des Bahnverkehrs sowie wegen Schwarzfahrens.
Solche Vorfälle werden zwar von den einzelnen Bahnbetreibern erfasst, aber nicht in einer zentralen Datenbank dokumentiert. Öffentlich zugängliche, bundesweite Statistiken zu Notbremsungen aufgrund von Feueralarmen in deutschen Zügen gibt es nicht.
Den beiden Männern drohen nun rechtliche Konsequenzen. Nach einer Überprüfung, die keinen Brand bestätigte, setzte der Zug seine Fahrt fort. Die Polizei hat den Fall abgeschlossen, wies jedoch auf die Risiken von Fehlalarmen auf stark frequentierten Strecken hin.






