30 March 2026, 06:13

Regionalverkehr in Südwestdeutschland bleibt trotz leichter Fortschritte unter den Erwartungen

Ausführliche alte Karte von Baden-Württemberg, Deutschland, mit Text über und über dem Bild, die Stra├čen, St├Ądte und geografische Merkmale zeigt.

Regionalverkehr in Südwestdeutschland bleibt trotz leichter Fortschritte unter den Erwartungen

Regionalverkehr in Südwestdeutschland zeigt leichte Besserung – Gesamtqualität bleibt jedoch niedrig

Ende 2024 verzeichneten die Regionalbahnverbindungen in Südwestdeutschland geringe Verbesserungen, doch das allgemeine Niveau blieb weiter unter den Erwartungen. Die aktuelle Bewertung umfasste 33 Netze, die nach Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Fahrgastzufriedenheit, Sitzplatzkapazität und Sauberkeit analysiert wurden. Während einige Strecken gut abschnitten, kämpften andere weiterhin mit erheblichen Mängeln.

Der Durchschnittswert aller Netze stieg leicht auf 45,4 Punkte (Vorjahr: 44,6 Punkte) und markierte damit eine leichte Erholung nach dem Tiefstand von 36,7 Punkten Ende 2022. Dennoch erreichten nur zehn der 33 Netze mehr als 50 von 100 möglichen Punkten.

Zu den Spitzenreitern zählte die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) im Netz Klettgau mit 91,9 Punkten. Die Schwäbische Alb-Bahn folgte auf Platz zwei mit 89,1 Punkten auf den Strecken Amstetten–Gerstetten und Ulm–Schelklingen–Gammertingen. Den dritten Platz belegte erneut die SBB mit 86,9 Punkten auf der Verbindung Schaffhausen–Singen.

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Am unteren Ende der Skala landete das Franken/Enz-Netz von Arverio mit nur 21,9 Punkten auf Platz 31. Noch schlechter schnitt die Murrbahn desselben Betreibers ab: Mit 12,6 Punkten belegte sie Platz 32. Das Schlusslicht bildete das Hochrhein-Netz der DB Regio mit lediglich 6,8 Punkten.

Eine bemerkenswerte Steigerung verzeichnete die Bodensee-Bahn, betrieben von DB Regio. Ihr Wert verbesserte sich um 36 Punkte – ein Sprung vom vorletzten Platz Ende 2023 auf Rang 10. Die Auswertung zeigte zudem leichte Fortschritte bei Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sitzplatzangebot im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings beklagten Fahrgäste eine Verschlechterung der Sauberkeit in den Zügen.

Bundesweite Daten von Anfang 2026 belegen, dass die Pünktlichkeit im DB-Regionalverkehr im Februar auf 88,7 Prozent sank (Vorjahr: 90,9 Prozent). Im Januar war der Rückgang mit 87,2 Prozent (2025: 91,0 Prozent) noch deutlicher ausgeprägt – vor allem wegen winterbedingter Störungen in Nord- und Ostdeutschland. Eine Umfrage in Baden-Württemberg vom März 2026 ergab, dass 55,6 Prozent der Fahrgäste mit Bus- und Bahnleistungen "sehr" oder "eher zufrieden" waren. Die Region verzeichnete zudem 2024 mit 92 Millionen Zugkilometern einen neuen Höchststand.

Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass sich der Regionalverkehr in Südwestdeutschland zwar stabilisiert hat, das Niveau aber weiterhin bescheiden bleibt. Leichte Verbesserungen bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit wurden durch Rückgänge bei der Sauberkeit relativiert. Da nur wenige Netze überdurchschnittlich abschneiden, bleibt die Qualität der Fahrgasterfahrung auf den verschiedenen Strecken weiterhin sehr unterschiedlich.

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