17 December 2025, 16:32

Rosa von Praunheim – ein Leben für queere Freiheit und Filmkunst endet mit 83 Jahren

Ein Buch mit einem blauen Umschlag, das 'Gay Fables' heißt.

Ikon der Schwulenbewegung - Rosa von Praunheim stirbt - Rosa von Praunheim – ein Leben für queere Freiheit und Filmkunst endet mit 83 Jahren

Ikone der Schwulenbewegung – Rosa von Praunheim stirbt im Alter von 83 Jahren

Ikone der Schwulenbewegung – Rosa von Praunheim stirbt im Alter von 83 Jahren

Rosa von Praunheim, Pionier der Schwulenrechte und prägende Figur des queeren Kinos, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Er verstarb in der Nacht zum Dienstag friedlich in Berlin – nur wenige Tage, nachdem er seinen langjährigen Partner Oliver Sechting geheiratet hatte. Sein Tod markiert das Ende eines Lebens, das dem Aktivismus, der Filmkunst und der furchtlosen Selbstentfaltung gewidmet war.

Geboren im Jahr 1942, entwickelte sich von Praunheim zu einem der provokantesten und einflussreichsten Filmemacher Deutschlands. Sein Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ (1971) löste damals Empörung aus, löste öffentliche Proteste aus und inspirierte die ersten Christopher-Street-Day-Paraden des Landes. Das Werk stellte die Kriminalisierung von Homosexualität infrage und entlarvte die Brutalität der Sittenpolizei gegen schwule Männer.

Von Praunheims Vermächtnis reicht von der Leinwand bis auf die Straße, wo seine Filme und sein Engagement die gesellschaftliche Wahrnehmung queerer Identitäten mitprägten. Seine letzten Tage, geprägt von Liebe und kreativem Schaffen, spiegeln jenen unerschrockenen Geist wider, der sein Leben bestimmte. Neben seinem Ehemann Oliver Sechting hinterlässt er Generationen von Künstler:innen und Aktivist:innen, die von seinem Wirken inspiriert wurden.

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