Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler – und löst Debatte aus
Sandro GuteSachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler – und löst Debatte aus
Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülerinnen und Schülern untersagt, im Rahmen von Berufspraktika bei der Landtagsfraktion der AfD mitzuwirken. Von der Entscheidung betroffen ist in diesem Jahr auch der "Girls' und Boys' Day", für den über 20 Jugendliche Plätze bei der Partei beantragt hatten. Bildungsminister Jan Riedel unterstützt das Vorgehen und bezeichnet es als notwendig, um demokratische Grundwerte zu schützen.
Hintergrund des Verbots sind Bedenken wegen der politischen Ausrichtung der AfD. Riedel begründete die Maßnahme damit, dass das Programm der Partei undemokratische und menschenverachtende Positionen enthalte. Zudem verwies er auf die Einstufung der AfD als rechtsextrem in Teilen Deutschlands und betonte, dass Schulen verfassungstreu handeln müssten.
Die AfD wies die Entscheidung als politisch motiviert zurück. Ulrich Siegmund, Fraktionsvorsitzender der Partei, argumentierte, die Landtagsfraktion sei eine eigenständige juristische Person und nicht mit der AfD gleichzusetzen. Dennoch halten die Schulen an dem Verbot fest und erlauben keine Praktika bei der Organisation.
Das Verbot bleibt auch für den anstehenden Berufsorientierungstag bestehen. Die mehr als 20 Jugendlichen, die sich um Plätze bei der AfD-Fraktion beworben hatten, müssen nun nach Alternativen suchen. Der Streit verdeutlicht die anhaltenden Spannungen um die politische Einordnung der Partei und ihre Rolle in öffentlichen Einrichtungen.






