Schließung der Alten Apotheke in Brandenburg beendet 400-jährige Tradition
Sandro GuteSchließung der Alten Apotheke in Brandenburg beendet 400-jährige Tradition
Nach über 400 Jahren schließt die Alte Apotheke in Brandenburg ihre Pforten
Die traditionsreiche Alte Apotheke in Brandenburg hat nach mehr als vier Jahrhunderten ihren Betrieb eingestellt. Der Entschluss folgte auf den Rücktritt der Filialleiterin, woraufhin der Inhaber keinen geeigneten Nachfolger finden konnte. Das historische Gebäude, das in der DDR-Zeit als Adler-Apotheke bekannt war, steht nun vor einer ungewissen Zukunft.
Christian Toll hatte die Apotheke 2014 übernommen und schätzte stets ihr kulturelles Erbe. Trotz seines Engagements zwang ihn der Weggang der Filialleitung jedoch zur Schließung. Ohne eine qualifizierte Fachkraft als Ersatz blieb ihm keine andere Wahl, als den Betrieb einzustellen.
Der Mietvertrag für die Räumlichkeiten läuft bald aus, und bereits haben sich Unternehmen aus anderen Branchen für die Immobilie interessiert. Toll konnte zwölf Mitarbeiter in seiner Hauptapotheke halten, darunter vier, die zuvor in der Alten Apotheke tätig waren.
Im Jahr 2025 verzeichnete Brandenburg zehn Apotheken-Schließungen bei nur vier Neueröffnungen. Damit sind in der Region noch 523 Apotheken in Betrieb – die Zahl der Schließungen lag jedoch unter der der Vorjahre.
Mit der Schließung der Alten Apotheke endet eine jahrhundertelange Institution der lokalen Geschichte. Das Gebäude mit seinen tiefen historischen Wurzeln könnte bald einer neuen Nutzung zugeführt werden. Die ehemaligen Mitarbeiter der Apotheke werden vorerst in Tolls verbleibendem Standort weiterarbeiten.






