05 February 2026, 14:40

Sollen Schüler ihre Klassenzimmer selbst putzen? Gmünds OB löst Streit aus

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Klasse mit Schülern an Tischen, die auf Papieren schreiben, mit Taschen auf dem Boden, Fenstern mit Vorhängen im Hintergrund und Lampen an der Decke.

Sollen Schüler ihre Klassenzimmer selbst putzen? Gmünds OB löst Streit aus

Ein Vorschlag des Schwäbisch Gmünder Oberbürgermeisters hat eine Debatte darüber ausgelöst, ob Schüler ihre Klassenzimmer selbst reinigen sollten. Der CDU-Politiker Richard Arnold schlug vor, dass Schüler Reinigungsaufgaben übernehmen könnten, um Kosten zu sparen. Seine Äußerungen stoßen bei Eltern, Pädagogen und lokalen Politikern gleichermaßen auf Zustimmung wie Kritik.

Arnold brachte die Idee erstmals während einer aktuellen Diskussion über den Schületat ins Spiel. Er argumentierte, dass Schüler, die ihre Klassenzimmer am Ende des Tages reinigen, der Stadt jährlich bis zu 250.000 Euro einsparen könnten. Seine Aussagen verbreiteten sich rasant im Netz und wurden zum meistdiskutierten Beitrag der Woche auf der lokalen Website.

An der Scheffold-Schule wird das Konzept bereits umgesetzt: Dort sind die Schüler selbst für die Sauberkeit ihrer Lernräume verantwortlich. Die Schulleitung unterstützt die Initiative und sieht darin eine praktische Möglichkeit, Ausgaben zu reduzieren. Doch nicht alle teilen diese Auffassung.

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Einige Eltern äußerten Bedenken hinsichtlich der Hygienestandards, wenn die Reinigung den Schülern überlassen wird. Arnold konterte scharf und bezeichnete besorgte Eltern abwertend als "Windel-Eltern" und "verwohnt". Seine deutliche Wortwahl heizte die Debatte weiter an.

Politische Unterstützung erfährt der Plan von CDU, FDP und Teilen der Grünen. Skepsis bleibt jedoch bei anderen Schulleitern und Verantwortlichen, die bezweifeln, ob Schüler die Arbeit professioneller Reinigungskräfte ersetzen können.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht nun die Frage, ob die Kosteneinsparungen die Verlagerung der Verantwortung rechtfertigen. Schulen wie die Scheffold-Schule zeigen, dass das Modell funktionieren kann – doch eine flächendeckende Einführung bleibt ungewiss. Vorerst spaltet Arnolds Vorschlag weiterhin die Meinungen in Schwäbisch Gmünd und darüber hinaus.