Sportministerkonferenz beschließt Nationalen Aktionsplan für mehr Bewegung bei Kindern
Sandro GuteSportministerkonferenz beschließt Nationalen Aktionsplan für mehr Bewegung bei Kindern
Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf der Insel Norderney statt und wurde von Baden-Württembergs Sportministerin Theresa Schopper geleitet. Vertreter aller Bundesländer kamen zusammen, um zentrale Themen zu erörtern – darunter die Zukunft der Nordischen Kombination, die Förderung des Spitzensports sowie Maßnahmen zur Steigerung der Bewegungsaktivität von Kindern und Jugendlichen.
Ein zentrales Ergebnis war die gemeinsame Verpflichtung, einen Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendsport zu entwickeln. Die abgestimmten Maßnahmen sollen auf der nächsten Konferenz in Konstanz finalisiert werden.
Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt beim Bund, kündigte zwei große Initiativen an: die Einrichtung eines Zentrums für sicheren Sport sowie ein Sportfördergesetz. Das Zentrum soll den Athletenschutz verbessern, während das Fördergesetz den Spitzensport stärken und die Rahmenbedingungen für Wettkämpfer optimieren will.
Theresa Schopper betonte die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels, um mehr Bewegung bei Kindern zu fördern. Zudem setzte sie sich für den Erhalt der Nordischen Kombination im olympischen Programm – sowohl für Männer als auch für Frauen – ein. Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, unterstützte diesen Appell und forderte die Aufnahme von Frauenwettbewerben in der Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026. Er hob zudem den Erfolg der Initiative "Jugend trainiert" hervor, die den Schulsport fördert.
Mehrere Bundesländer haben bereits Maßnahmen ergriffen, um die Bewegungsförderung auszubauen. Baden-Württemberg schloss eine Rahmenvereinbarung, um Bewegung, Spiel und Sport in Schulen und frühkindliche Bildung zu integrieren. Nordrhein-Westfalens Programm "1000 X 1000" stellt jährlich 1,25 Millionen Euro für Sportvereine bereit, um Sportangebote in Ganztagsschulen und Kitas zu finanzieren. Schleswig-Holsteins Kampagne "Kein Kind ohne Sport" ermöglicht sozial benachteiligten Kindern den Eintritt in Sportvereine.
Andy Grote, Hamburger Sportsenator, drängte auf die Entwicklung eines Nationalen Aktionsplans für Kinder- und Jugendsport, um dem Rückgang der Bewegungsaktivität entgegenzuwirken. Schuster forderte zudem eine zügige Umsetzung des Sportfördergesetzes sowie die Einrichtung einer unabhängigen Leistungssport-Agentur in Sachsen.
Zum Abschluss der Konferenz dankte Daniela Behrens, Niedersächsische Sportministerin, den Teilnehmern für die konstruktiven Diskussionen und die gute Zusammenarbeit.
Die Konferenz endete mit dem klaren Bekenntnis aller Bundesländer, den Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendsport auszuweiten. Konkrete Vorschläge sollen auf der 54. SMK in Konstanz vorgelegt werden. Bereits jetzt tragen bestehende Programme in mehreren Ländern dazu bei, den Zugang zu Sport für junge Menschen zu verbessern und die Strukturen des deutschen Spitzensports zu stärken.






