Sportministerkonferenz setzt auf mehr Bewegung und olympische Träume für Jugendliche
Selma SchmiedtSportministerkonferenz setzt auf mehr Bewegung und olympische Träume für Jugendliche
Die 52. Sportministerkonferenz fand am 16. und 17. Oktober 2023 unter der Leitung von Theresa Schopper in Heidelberg statt. Im Mittelpunkt standen die Ausweitung von Sportangeboten für Jugendliche, die Unterstützung der deutschen Olympiabewerbung sowie die Verbesserung der Sportinfrastruktur im gesamten Land.
Die Teilnehmer der Konferenz betonten die Dringlichkeit, Bewegung und Talentförderung im Kinder- und Jugendsport zu stärken. Aktuell erreichen etwa drei Viertel der jungen Menschen nicht die empfohlenen täglichen Aktivitätslevel. Um dem entgegenzuwirken, vereinbarten die Länder, niedrigschwellige Sportprogramme in Kindergärten, Schulen, Hortbetreuungen und Vereinen auszubauen. Zudem wurde über die Intensivierung der Talenterkennung durch Initiativen wie den Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia & Paralympics" diskutiert.
Die Konferenz bekräftigte die Unterstützung für die deutsche Bewerbung um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele. Nordrhein-Westfalen hat bereits seine Rückendeckung zugesagt und die Kampagne "KölnRheinRuhr" in vier Städten gestartet. Eine öffentliche Abstimmung über die Bewerbung ist für den 19. April 2026 geplant; rund eine Milliarde Euro soll ab diesem Jahr in die Modernisierung der Sportinfrastruktur fließen.
Die Länder forderten die Bundesregierung auf, die Sportanlagenlärmschutzverordnung zu überarbeiten, um den Kinder- und Jugendsport zu priorisieren und bestehende Sportstätten zu sichern. Zudem soll auf der nächsten Konferenz ein "Nationaler Aktionsplan zur Förderung des Kinder- und Jugendsports" beraten werden.
Weitere Schwerpunkte waren der Schutz vor Gewalt im Sport sowie die Förderung von Spitzensportlern. Die Konferenz endete mit einem Appell an eine breite gesellschaftliche Zusammenarbeit: Politik, Sportverbände und Kommunen sollen gemeinsam an diesen Themen arbeiten.
Die nächste Sportministerkonferenz findet am 19. und 20. März 2026 auf Norderney statt.
Die Konferenz schloss mit einer klaren Botschaft: Sport muss als gemeinsame Aufgabe verstanden werden. Die Zusammenarbeit von Regierung, Sportorganisationen und Gesellschaft sei entscheidend, um Chancen zu erweitern, Sportstätten zu schützen und Deutschlands olympische Ambitionen zu unterstützen. Die Ergebnisse werden künftige Politiken und Förderentscheidungen prägen.
