06 January 2026, 08:29

Spöttische Plakate: Aktivisten verspotten die ewigen Verzögerungen bei Stuttgart 21

Menschen protestieren auf einer Stra├če mit Plakaten, mit Geb├Ąuden, B├Ąumen, Laternenmasten und dem Himmel im Hintergrund.

Spöttische Plakate: Aktivisten verspotten die ewigen Verzögerungen bei Stuttgart 21

Satirische Plakate spotten über das immer wieder verschobene Projekt Stuttgart 21

Diese Woche tauchte in Stuttgarts Königstraße ein spöttisches Plakat auf, das sich über die jahrelangen Verzögerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21 lustig macht. Aktivisten hatten eine offizielle Werbung der Deutschen Bahn durch eine Parodie ersetzt – mit der Komikerin Anke Engelke bei einer fiktiven Eröffnung. Die Aktion unterstreicht die anhaltende Frustration über das problembehaftete Infrastrukturvorhaben.

Die Gruppe hinter der Aktion, die sich Dies Irae nennt, richtete sich damit direkt gegen den deutschen Bahnkonzern. Mit einfachen Werkzeugen brachten sie das gefälschte Plakat an und verschlossen die Vitrine anschließend wieder, ohne Schäden zu hinterlassen. Ihr Design ahmte ironischerweise eine frühere Werbekampagne der Deutschen Bahn nach, in der ebenfalls Engelke zu sehen war.

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Das Parodie-Plakat zeigte eine Veranstaltung mit dem Titel „Stuttgart 21-Eröffnung – irgendwann im 21. Jahrhundert“ und spielte damit auf die ständigen Verschiebungen an. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich selbst die Teilinbetriebnahme des umgebauten Hauptbahnhofs über das späte Jahr 2026 hinaus verzögern wird. Die Aktivisten erklärten, sie wollten mit der Aktion auf die anhaltenden Probleme bei Zuverlässigkeit und Bauzeiten aufmerksam machen. Stuttgart 21 steht seit Jahren in der Kritik – wegen explodierender Kosten, technischer Herausforderungen und verpasster Termine. Während die Bauarbeiten weiterlaufen, wächst in der Öffentlichkeit die Skepsis, ob das Projekt jemals fertiggestellt wird.

Die Aktion reiht sich ein in eine lange Geschichte des Protests gegen Stuttgart 21. Durch Humor und die Nutzung bekannter Markenzeichen wollten die Aktivisten den Druck auf die Deutsche Bahn und die Projektverantwortlichen aufrechterhalten. Ob das Plakat bereits von den lokalen Behörden entfernt wurde, ist bisher nicht bestätigt.