02 February 2026, 06:16

Start-ups scheitern an deutschen Behördenaufträgen – trotz Milliardenbudget

Eine detaillierte Karte der ersten deutschen Grafschaft Tirol, mit geografischen Elementen wie Flüssen, Bergen und Städten, ergänzt durch informativen Text und Bilder.

Start-ups scheitern an deutschen Behördenaufträgen – trotz Milliardenbudget

Start-ups in Deutschland kämpfen um öffentliche Aufträge – trotz Milliardenausgaben für Beschaffung

Trotz jährlicher Ausgaben in Milliardenhöhe tun sich Start-ups in Deutschland schwer, an öffentliche Aufträge zu kommen. 2023 vergaben Behörden Verträge im Wert von 123,5 Milliarden Euro – doch nur 11 Prozent der jungen Unternehmen reichten überhaupt ein Angebot ein, und lediglich 7 Prozent waren erfolgreich. Etablierte Firmen dominieren den Markt und sichern sich mehr als doppelt so viele Aufträge wie jüngere Unternehmen.

Komplizierte Vorschriften und fehlende Referenzen halten viele Start-ups davon ab, sich überhaupt zu bewerben. Oft können sie die strengen Dokumentationsanforderungen nicht erfüllen oder langjährige Erfahrung nachweisen. Dadurch sind sie im Vergleich zu größeren, etablierten Unternehmen klar im Nachteil.

Einige Regionen gehen neue Wege Einige Bundesländer passen ihre Vergabepraxis bereits an. So hat Hamburg mit der Einheit GovTecHH die Verfahren für Aufträge unter 100.000 Euro vereinfacht, um Start-ups den Einstieg zu erleichtern. Baden-Württemberg ermöglicht zudem Direktvergaben bis zur höchsten EU-Schwelle und reduziert so bürokratische Hürden.

Eine interaktive Karte zeigt, wie unterschiedlich die Vergabepraxis in Deutschland ist. Einige Bundesländer haben Sonderregelungen für Start-ups eingeführt, die sich jedoch von Region zu Region unterscheiden. Tools wie App-Marktplätze für cloudbasierte IT-Lösungen könnten zusätzliche Türen öffnen, indem sie dynamische Beschaffungskanäle schaffen, die speziell auf kleinere, innovative Unternehmen zugeschnitten sind.

Kleine Fortschritte, große Chancen Die vereinfachten Vergabeverfahren in Hamburg und Baden-Württemberg könnten Start-ups den Zugang zu öffentlichen Aufträgen erleichtern. Bei jährlichen Ausgaben von 123,5 Milliarden Euro wären selbst kleine Verbesserungen ein bedeutender Schritt. Dennoch bleiben für die meisten jungen Unternehmen weiterhin hohe Hürden, um in das System vorzudringen.

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