Steuererklärungen in Baden-Württemberg: Warum die Bearbeitung 2025 länger dauert als geplant
Gretel BirnbaumSteuererklärungen in Baden-Württemberg: Warum die Bearbeitung 2025 länger dauert als geplant
Finanzämter in Baden-Württemberg kämpften 2025 mit längeren Bearbeitungszeiten bei Einkommensteuererklärungen
Im Jahr 2025 dauert die Bearbeitung von Einkommensteuererklärungen in Baden-Württemberg länger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Wartezeit stieg auf 45 Tage – vier Tage mehr als 2024. Als Gründe nannte die Behörde strengere Abgabefristen und einen plötzlichen Anstieg der gleichzeitig eingereichten Unterlagen.
Die 65 örtlichen Finanzämter des Landes, die dem Finanzministerium in Stuttgart unterstehen, bearbeiteten die Steuererklärungen für 2024 zu Beginn des Jahres 2025. Da die Fristen wieder auf das Niveau vor der Pandemie zurückkehrten, reichten viele Steuerzahler ihre Formulare nahezu zeitgleich ein. Diese konzentrierte Flut führte zu Rückstaus und verlängerte die durchschnittliche Bearbeitungsdauer auf 45 Tage – vier Tage mehr als im Vorjahr.
Zum Vergleich: 2023 hatte die Bearbeitung mit durchschnittlich 54 Tagen noch länger gedauert. 2024 verkürzte sich die Wartezeit auf 41 Tage, doch der Anstieg 2025 machte einen Teil dieser Fortschritte wieder zunichte. Die Behörden betonten, dass zwar die meisten Erklärungen zügig bearbeitet wurden, die geballten Eingänge bei manchen Bürgern jedoch unvermeidbare Verzögerungen verursachten.
Die verlängerten Bearbeitungszeiten 2025 spiegeln die Auswirkungen der schärferen Fristen und des höheren Aufkommens wider. Zwar mussten Steuerzahler im Vergleich zu 2024 etwas länger warten, doch blieben die Verzögerungen unter denen des Jahres 2023. Das Finanzministerium beobachtet die Entwicklung weiterhin, um künftige Anpassungen vorzunehmen.
