28 December 2025, 12:22

Stuttgart 21: Tiefbahnhof kommt frühestens 2027 – und die Bahn steht vor dem Dilemma

Ein Zug ist auf Schienen mit Gras darunter, einer Decke darüber und Polen oben zu sehen.

Stuttgart 21: Tiefbahnhof kommt frühestens 2027 – und die Bahn steht vor dem Dilemma

Die Eröffnung des neuen unterirdischen Hauptbahnhofes in Stuttgart verzögert sich erneut. Die jüngste Panne bedeutet, dass Züge vorerst bis mindestens 2027 den oberirdischen Kopfbahnhof nutzen müssen. Technische Probleme haben das Projekt weiter zurückgeworfen, die ohnehin schon explodierenden Kosten in die Höhe getrieben und die Kritik an dem ehrgeizigen Design neu entfacht.

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Das Projekt Stuttgart 21 (S21) sollte den Stuttgarter Bahnknoten durch eine Verlegung unter die Erde revolutionieren. Ursprünglich für 2019 geplant, kämpft es seit Jahren mit immer neuen Verzögerungen und steigenden Ausgaben. Der unterirdische Bahnhof, einst als Herzstück gedacht, gilt inzwischen als umstrittenes Symbol für Deutschlands teure Bahnambitionen.

Die Deutsche Bahn hat bestätigt, dass die teilweise Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs nicht wie bisher erwartet stattfinden wird. Stattdessen beginnen die Umbaumaßnahmen am oberirdischen Bahnhof nun erst 2026. Bis dahin wird der gesamte Zugverkehr weiter über den bestehenden Kopfbahnhof abgewickelt. Die anhaltenden Verzögerungen haben eine neue Debatte über die Prioritäten des Projekts ausgelöst. Kritiker fordern, den Fokus stattdessen auf zuverlässige und unkomplizierte Reiseverbindungen für Fahrgäste zu legen. Einige schlagen sogar vor, die ursprünglichen Pläne zu überdenken – und den Bahnhof doch oberirdisch zu belassen, eine Forderung, die einst von S21-Gegnern erhoben wurde. Die neue Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla könnte eine Schlüsselrolle bei der Neuausrichtung des Projekts spielen. Sollte sie die alten Parolen der Projektgegner aufgreifen, könnte dies einen Wendepunkt für das umstrittene Vorhaben markieren.

Mit der jüngsten Verschiebung verlängert sich die Wartezeit auf den Stuttgarter Tiefbahnhof nun bis mindestens 2027. Angesichts weiter steigender Kosten und schwindender Geduld bleibt die Zukunft des Projekts ungewiss. Die Entscheidung, ob man am unterirdischen Konzept festhält oder Alternativen prüft, liegt nun in den Händen der neuen Bahnführung.